Hockey Open Air: Eislöwen-Coach Rossi träumt vom Sieg vor 32.000 Fans

Dresden - Eislöwen-Coach Rico Rossi filmte mit seinem Handy den 32.000 Zuschauer fassenden Fußball-Tempel von Dynamo Dresden, um es zu seiner Frau nach Toronto zu schicken. Er hofft, dass sie aus Kanada einfliegt, wenn der 54-Jährige sein zweites Eishockey-Open-Air-Spiel in der DEL2 gewinnen will ...

Coach Rico Rossi hat einen Traum. Er will am 4. Januar mit den Eislöwen im Rudolf-Harbig-Stadion als Sieger vom Eis gehen.
Coach Rico Rossi hat einen Traum. Er will am 4. Januar mit den Eislöwen im Rudolf-Harbig-Stadion als Sieger vom Eis gehen.  © Lutz Hentschel

Im September 2016 stand Rossi als Coach der Kassel Huskies hinter der Bande, als seine Spieler in der Frankfurter Commerzbank Arena gegen die gastgebenden Löwen 5:4 nach Verlängerung gewannen.

"Wir haben vor 30.000 Zuschauern gespielt, das war ein Erlebnis." Und der Coach will, dass die Eislöwen-Cracks dies am 4. Januar ebenfalls genießen. "Es kann sein, dass es das erste und das letzte Mal ist, vor so einer Kulisse zu spielen."

Als die Dresdner sich im Januar 2016 das erste Mal mit den Füchsen im Rudolf-Harbig-Stadion vor 32.000 Fans duellierten und gewannen, war Rossi sogar dabei: "Ich saß auf der Tribüne."

Auch diesmal ist das Ziel für den Coach klar: "Wir wollen drei Punkte." Das Team wird er nicht groß anders vorbereiten. "Ich werde mich höchstens dicker einpacken und eine Mütze auf meine Glatze setzen", scherzt er.

Uwe Krupp voller Vorfreude: 12.000 Fans aus Tschechien erwartet

Prags Coach Uwe Krupp, der Trainer von Litvinov Vladimir Kyhos, Mit-Organisator Petr Macholda, Chef-Organisation Eva Wagner und Eislöwen-Coach Trainer Rico Rossi stimmten sich schon auf das Winterderby ein.
Prags Coach Uwe Krupp, der Trainer von Litvinov Vladimir Kyhos, Mit-Organisator Petr Macholda, Chef-Organisation Eva Wagner und Eislöwen-Coach Trainer Rico Rossi stimmten sich schon auf das Winterderby ein.  © Lutz Hentschel

Während sein Trainer-Kollege aus Weißwasser, Corey Neilson, angeblich wegen einer Autopanne nicht zur Pressekonferenz reiste, kam Eishockey-Legende Uwe Krupp.

Der Kölner coacht Sparta Prag in der tschechischen Extraliga und freut sich auf das Duell mit Litvinov in Dresden.

"Der Verein hat extra einen Sonderzug organisiert, damit die Fans bequem anreisen", so der 54-Jährige.

Er selbst stand als Coach der deutschen Nationalmannschaft hinter der Bande, als diese auf Schalke vor 77.800 Zuschauern die WM 2010 gegen die USA eröffnete.

"Solche Freiluftspiele sind unbeschreiblich, wenn du die Kälte und den Wind spürst und die Atmosphäre von den Rängen mitbekommst", so Krupp voller Vorfreude.

Für das passende Rahmen-Programm sorgen die Erzgebirgs-DJs von Stereoact. Rico Einenkel: "Wir haben von Karel Gott die Hits "Babicka" und "Fang das Licht" als Remix produziert."

Wer noch Karten für das Spektakel haben will, muss sich sputen. Sitzplätze sind nur noch sehr vereinzelt zu haben. "Insgesamt gibt es noch 2.000 Restkarten, aber fast alle im Stehplatzbereich", so Hockey-Open-Air-Organisatorin Eva Wagner. "Wir rechnen alleine aus Tschechien mit 12.000 Fans."

Ehrfürchtig schauten die Eislöwen-Spieler 2016 beim Einlauf ins Stadion-Rund. Vor so einer Kulisse hatten sie noch nie zuvor gespielt.
Ehrfürchtig schauten die Eislöwen-Spieler 2016 beim Einlauf ins Stadion-Rund. Vor so einer Kulisse hatten sie noch nie zuvor gespielt.  © City-Press
2016 kämpften Eislöwe Marius Garten (l.) und Fuchs Greg Classen an der Bande um die Scheibe im Dynamo-Stadion.
2016 kämpften Eislöwe Marius Garten (l.) und Fuchs Greg Classen an der Bande um die Scheibe im Dynamo-Stadion.  © City-Press

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