Paukenschlag bei den Eislöwen: Rodman wechselt nach Bietigheim

Nach einem schlimmen Foul im August 2015 musste Rodman (am Boden) um die Fortsetzung seiner Karriere bangen, kämpfte sich aber zurück.
Nach einem schlimmen Foul im August 2015 musste Rodman (am Boden) um die Fortsetzung seiner Karriere bangen, kämpfte sich aber zurück.  © Lutz Hentschel

Dresden - Er gab im Derby gegen Weißwasser noch mal alles, sogar einen Zahn verlor Marcel Rodman. Nur die Wenigsten wussten, dass die 2:3-Niederlage sein letztes Spiel im Eislöwen-Dress war. Der Ex-Kapitän verließ Dresden in Richtung Bietigheim und läuft ab sofort für die Steelers auf!

Am Montagmittag sickerte die Nachricht durch. Damit wechselt der 35-Jährige zu dem Verein zurück, mit dem er 2013 als Kapitän Meister wurde. Der Schritt, Dresden zu verlassen, hatte sich angekündigt. Im Sommer verkündete der Slowene das große Ziel der Eislöwen „Meisterschaft“.

Da der Kapitän aber wegen der einjährigen Verletzungspause (Halswirbelsäule) keine 100 Prozent bringen konnte, stand Rodman trotzdem in der Kritik. Einen Tag vorm Jahreswechsel verlor er das Kapitäns-Amt an René Kramer.

Zuletzt hatte Trainer Bill Stewart Rodman als Kapitän abgesetzt und Rné Kramer als neuen Spielführer bestimmt.
Zuletzt hatte Trainer Bill Stewart Rodman als Kapitän abgesetzt und Rné Kramer als neuen Spielführer bestimmt.  © Lutz Hentschel

Am Sonntag meinte Marcel nach der Derbyniederlage: „Ich hatte gehofft, dass ich eher 100 Prozent bin. Doch die habe ich noch nicht. Die Rolle des Kapitäns tat mir aber gut, sie nicht zu haben, lässt mich nicht freier aufspielen. Ich brauche dieses Amt eher.“

Rodman dankte den Eislöwen für die Unterstützung: „Gerade in der Zeit meiner schweren Verletzung“. Das Eishockey-Geschäft halte immer „neue Herausforderungen bereit. Ich nehme diese an“.

Eislöwen-Coach Bill Stewart kommentierte den Abgang so: „Manchmal muss man in unserem Geschäft schwierige Entscheidungen treffen. Diese Entscheidung gehörte definitiv dazu.“

In der Eislöwen-Mitteilung betonte der Coach, den nächsten Schritt gehen zu wollen. „Aus diesem Grund haben wir uns für eine Veränderung entschieden. Wir wünschen Marcel für die Zukunft alles Gute“, so Stewart weiter.

Im Klartext, die Eislöwen sind froh, dass Rodman einen anderen Verein gefunden hat und Dresden verlässt. Einen Top-Verdiener wie den Slowenen kann Stewart ja nicht einfach rausschmeißen.

Fakt ist aber auch, jetzt muss der Tabellen-Dritte auf dem Transfermarkt ganz schnell tätig werden. Vielleicht ist ein Ersatzmann bereits an der Löwen-Angel.


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