Tränenreicher Abschied von Kaartinen bei den Eislöwen

Sami Kaartinen schoss 155 Tore in 302 Spielen.
Sami Kaartinen schoss 155 Tore in 302 Spielen.  © Lutz Hentschel

Dresden - Er schoss in 302 Spielen sagenhafte 155 Tore. Jetzt hängt nun das Trikot mit der Nummer 10 von Sami Kaartinen unter dem Hallendach der EnergieVerbund Arena.

Denn was den Gegnern in seiner Eislöwen-Zeit seit 2009 fast nicht gelang, schaffte leider ein Bruch der rechten Hand im Sachsenderby gegen Crimmitschau am 19. Dezember 2014. Ein Puck-Treffer stoppte je den Torhunger und die Karriere des Stürmers. Comeback-Versuche scheiterten.

Am Sonntag war’s deshalb soweit dem 37-Jährigen für seine Verdienste zu danken. Der Finne flog am Freitag aus Kuopio ein. Besuchte vorm Spiel gegen Rosenheim die Mannschaft, plauderte mit Coach Bill Stewart - wohl auch um seine Aufregung zu bekämpfen. 

Ab 16 Uhr konnten die Fans an der Fotobox Abschiedsbilder mit ihm knipsen lassen. Dazu gab’s „Danke Sami“-Shirts am Fans-Shop. Gegen 16.45 Uhr wurde es auf dem Eis Ernst. 

Sami Kaartinen verabschiedete sich mit Frau und seinen Kindern von den Fans. 
Sami Kaartinen verabschiedete sich mit Frau und seinen Kindern von den Fans.   © Enrico Lucke

Ein Video flimmerte mit seinen sportlichen Highlights auf den Anzeigetafeln. Anschließend würdigte Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel Samis Leistung für den Zweitligisten. Danach hielt der Finne eine sehr emotionale Rede. Seine Frau Siru, die Kinder Kiira und Oliver standen dabei neben ihm, er kämpfte mit den Tränen. 

"Diese sieben Jahre waren die schönsten meines Lebens. Ich danke Thomas Popiesch, er hat immer an mich geglaubt, egal ob ich eine gute oder eine schlechte Saison gespielt habe. Und auch Bill Stewart. Von ihm durfte ich viel lernen und er hat mir für die Zukunft die Augen geöffnet", sagte ein sichtlich bewegter Kaartinen. 

Die  Fans feierten ihren Publikumsliebling. Gänsehaut pur.

Wie René „Susi“ Kraske und Petr Sikora prägte Sami in Dresden eine Ära. Kurz nach 17 Uhr wurde das Kaartinen-Trikot zum Lied "One moment in time" von Whitney Houston für immer unters Hallendach gezogen, die 10 nun nicht mehr vergeben.

Kein leichter Abschied für den Stürmer, war er doch mit Leib und Seele Eishockey-Profi. Freund und Sturmpartner Patrick Jarrett konnte leider nicht dabei sein, da er mit Frankfurt zeitgleich spielte.

Sami will nun sein Studium (Sportmedizin) zu Ende bringen und anschließend als Trainer arbeiten.

Nach dem Duell seines Ex-Vereins mit den Starbulls aus Rosenheim steigt die Abschiedsparty (Eintritt 10,10 Euro) in der Freiberger Auszeit. Passend dazu gibt’s finnischen Wodka und landestypische Spezialitäten.


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