Eisige Stimmung beim VfB: Trainer Tayfun Korkut will keine Rückendeckung

Stuttgart - Die Stimmung wird kühler beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart: Nach der Niederlage gegen RB Leipzig (TAG24 berichtete) bekennen sich zwar Sportvorstand Michael Reschke und auch die Spieler eindeutig zum Trainer, doch dieser will die Rückendeckung gar nicht.

VfB-Sportvorstand Michael Reschke (l.) gibt seinem Trainer Tayfun Korkut (r.) erneut Rückendeckung.
VfB-Sportvorstand Michael Reschke (l.) gibt seinem Trainer Tayfun Korkut (r.) erneut Rückendeckung.  © DPA

Und somit inszeniert sich Tayfun Korkut etwas als einsamer Wolf in diesen Tagen. Vielleicht allerdings zu recht, denn der 44-jährige Coach kennt das Geschäft: Wenn der Trainer nicht gewinnt, dann fliegt er. Egal wie viel Rückendeckung er zuvor erhalten hat.

An Rückendeckung mangelt es ihm derzeit allerdings noch nicht. So hat der VfB-Sportvorstand Reschke am Donnerstag nach der Niederlage gegen RB Leipzig der Presse zu verstehen gegeben, dass Korkut "definitiv nicht" zur Diskussion steht.

Auch Christian Gentner erklärt gegenüber dem "Kicker": "Ich führe keine Trainerdiskussion". Er sei "felsenfest" von Korkut überzeugt.

Warme Worte für einen bisher sieglosen Trainer. Umso krasser der Kontrast zu den Worten Korkuts.

Denn dieser bewertet die Situation etwas kühler: "Wir sind im Profifußball", dort geht es nicht um "Streicheleinheiten". "Ich brauche niemanden, der mir vertraut. Das stufe ich für mich nicht als so wichtig ein. Das ist mein Job. Für mich zählt das alles zum Trainerjob dazu, der Druck, die Kritik... Es gibt nicht nur rosige Tage", so Tayfun Korkut.

Fast eine verbitterte Einstellung, die sich aus diesen Worten interpretieren lassen. Doch Korkut weiß eben, dass am Samstag gegen Werder Bremen (20.30 Uhr) nur drei Punkte zählen und keine warmen Worte über seine Person.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0