Eislöwen gewinnen hitziges Derby gegen die Füchse

Auf dem Eis ging es heiß her. Die Schiedsrichter mussten in diese Schlägerei eingreifen.
Auf dem Eis ging es heiß her. Die Schiedsrichter mussten in diese Schlägerei eingreifen.  © Lutz Hentschel

Dresden - Geschafft! Die Dresdner Eislöwen verhinderten mit dem 5:2-Sieg (2:2, 2:0, 1:0) über die Lausitzer Füchse, den achten Derbysieg in der Saison für die Weißwasseraner und triumphierten somit erstmals gegen die Füchse.

"Keine (M)ACHT den Füchsen" hatten die Dresdner Anhänger vor der Partie per Choreografie gefordert. Ihre "Gegenspieler" gaben ihren Jungs in die Partie mit: "Machten den Sack zu, knallt sie weg!"

Und die Gäste machten gleich richtig Betrieb. Dennis Swinnen tauchte bereits nach 70 Sekunden gefährlich vorm Dresdner Keeper Kevin Nastiuk auf. Der Schuss ging noch neben den Kasten, der Sekunden später von Jakub Svoboda (2.) nicht.

Und so führten die Lausitzer Füchse. Als Dennis Palka (9.) sich durch die Reihen der Eislöwen-Defensive tankte und einfach abzog stand es 0:2. Die Weißwasseraner Anhänger feierten überglücklich ihr Team, sangen "schießt sie ab, schießt sie aus der Halle" und bezeichneten Nastiuk als "Fliegenfänger".

Die Hausherren versteckten sich jedoch nie und hatten sogar mehr Chancen. Diese Moral wurde belohnt. Arturs Kruminsch (11.) bekam einen öffnenden Pass aus der Abwehr, ließ einen Füchse-Verteidiger aussteigen und drosch die Scheibe an Goalie Max Franzreb vorbei ins Füchse-Tor.

Fünf Minuten später schlug die Stunde des Multitalents der Eislöwen - Steven Rupprich. Coach Bill Stewart hatte ihn zwar als sechsten Verteidiger aufgestellt, aber Alexander Höller bediente "Ruppi" so perfekt, dass er den Hammer rausholte und das 2:2 einnetzte.

Kurz vor der Pause ging es auf dem Eis zur Sache

Duell an der Bande: Ville Hämäläinen (re.) gegen Nick Bruneteau.
Duell an der Bande: Ville Hämäläinen (re.) gegen Nick Bruneteau.  © Lutz Hentschel

Gleich nach der Pause schnappte sich Mirko Sacher (21.) die Scheibe. Sah die Füchse-Spieler eher als Slalomstangen, umkurvte die und schoss - 3:2. Ein geiles Solo. Und Rupprich (26.) baute die Dresdner Führung aus.

Weißwassers Coach Hannu Järvenpää nahm eine Auszeit. Seine Spieler wirkten, als hätten sie Baldrian-Tropfen in der Pause genommen. Je länger das Drittel dauerte, desto mehr ließ offensichtlich die Wirkung nach.

Die Füchse wurden giftiger und kamen durch Swinnen, Jeff Hayes und Svoboda wieder zu Chancen. Doch die Dresdner Hintermannschaft um Nastiuk war wach. Glücklich für die Eislöwen: Martin Davidek (35.) hatte beim ZweiKampf an der Bande den Schläger zu weit oben, verletzten Füchse-Vertreidiger Andre Mücke.

Elia Ostwald (li) versucht an den puckführenden Alexander Höller (re) heran zu kommen.
Elia Ostwald (li) versucht an den puckführenden Alexander Höller (re) heran zu kommen.  © Lutz Hentschel

Der blutend vom Eis lief. Schiri Robert Paule gab aber keine Strafe. Das hätten gern fünf Minuten plus Spieldauer für Davidek sein können. Dementsprechend sauer war das Trainergespann der Gäste über diese Entscheidung.

Im Schlussdrittel ging hin und her. Die jeweiligen Fankurven, im mit 4412 Zuschauer fassenden Löwenkäfig, peitschten ihre Teams nach vorn. Aber auf Dresdner Seite fischte Keeper Nastiuk alles weg. Jens Heyer (51.) hätte per Bauerntrick fast das 4:3 erzielt, aber Löwen-Verteidiger Sebastian Zauner rettete in letzter Sekunde.

Dresden wollte mit allen Mittel das dritte Füchse-Tor verhindern. In der 52. Minute griff Schiri Paule zum Videobeweis. Mirko Sacher hatte die Scheibe wohl doch nur an den Pfosten geschossen und nicht das vorentscheidende 5:2 erzielt. Die Weißwasseraner Fans sangen: "Füchse geben niemals auf".

Die letzten Minuten vor Schluss hatten die Gäste Überzahl, aber der Dresdner Kasten blieb vernagelt. Und Juuso Rajala (58.) machte in Unterzahl mit dem 5:2 den Deckel drauf.

Die Löwen-Anhänger skandierten: "So etwas schönes hat man lange nicht gesehen.". Die letzten Sekunden wurden richtig hitzig und es gab zur Krönung mehrere Fights. Das Derby bot somit alles. Geil.


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