4:2! Eislöwen nehmen heilenden Sieges-Schluck

Füchse-Stürmer Florian Lüsch musste nach einem Check vom Eis getragen werden.
Füchse-Stürmer Florian Lüsch musste nach einem Check vom Eis getragen werden.

Von Enrico Lucke

Dresden - "Siege sind die beste Medizin", meinte Eislöwen-Coach Thomas Popiesch nach dem Derby. Mit 4:2 (0:2, 1:0, 3:0) gewann sein Team gegen die Lausitzer Füchse. Er hofft nun nach einem kräftigen Schluck aus der Medizinflasche auf einen guten Heilungsverlauf ...

Doch so einfach dürfte die Formkrise nicht aus den Knochen zu schütteln sein. Das belegte die Anfangsphase im niveauarmen Duell mit dem Erzrivalen aus Weißwasser.

Vor 4215 Fans ließ Petr Macholda nach 40 Sekunden eine 100-prozentige Chance liegen - bezeichnend für ein Derby ohne Hexenkessel-Atmosphäre. Dafür gab’s in der Füchsekurve eine hirnlose Bengalo-Aktion.

Die Hausherren begannen wenigstens druckvoll, obwohl Kapitän Arturs Kruminsch fehlte. Er bekam am Morgen im Training einen Schuss auf den Daumen - gebrochen.

Die Eislöwen-Fans genossen natürlich den Sieg gegen den Erzrivalen.
Die Eislöwen-Fans genossen natürlich den Sieg gegen den Erzrivalen.

Doch was nützt der Wille und die vielen Chancen, wenn das Team nach einem beherzten Schuss von Jens Heyer (5.) und einem verwandelten Penalty durch Darren Haydar (15.) mit 0:2 zurückliegt?

Die Füchse hätten danach davonziehen müssen. Lausitz-Coach Dirk Rohrbach: "Wir hatten gute Möglichkeiten und ließen hinten nichts anbrennen."

Zurecht schickten die Fans die Löwen mit einem Pfeifkonzert in die Kabine.

Nachdem Füchse-Verteidiger Dominik Bohac (24.) mit Harrisson Reed mitten auf dem Eis zusammengeprallte und dafür wegen Check gegen den Kopf frühzeitig in die Kabine musste, drehte sich das Derby.

Max Campbell (27.) gelang der 1:2-Anschlusstreffer in Überzahl. "Da sprang der Funke aufs Team über", so Popiesch. Plötzlich wurden die Dresdner selbstbewusster. Hatten aber Glück, dass die Füchse die Konter nicht in Tore ummünzten, auch weil Greg Classen an Marvin Cüpper im Löwen-Kasten mehrfach scheiterte.

Nachdem Tomas Schmidt (44.) einen schönen Ableger von Harrison Reed einnetzte und Campbell (53.) den Puck über die Schulter von Füchse-Schlussmann Joe Fallon lupfte, war die Partie gedreht - 3:2.

Die Gäste versuchten alles, aber Pat Baum (58.) machte mit einem Schlenser in den Winkel zum 4:2 den Sieg perfekt.

Füchse-Stürmer Florian Lüsch musste nach einem Check mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus. Als der Ex-Eislöwe auf der Trage vom Eis gebracht wurde, gab’s Genesungswünsche von allen Fans in Form von Beifall.

Fotos: Lutz Hentschel (2)


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