2:5-Niederlage! Stimmung bei den Eislöwen eskalierte

Das Schiedsrichter-Gepann musste mit Schirmen vor zahlreichen Bechern und Wurfgeschossen geschützt werden.
Das Schiedsrichter-Gepann musste mit Schirmen vor zahlreichen Bechern und Wurfgeschossen geschützt werden.

Von Enrico Lucke

Dresden - „Aufhören, aufhören“, forderte am Sonntag die Mehrzahl der 3103 Eislöwen-Fans in der 43. Minute. Sie hatten die „Schnauze voll“. Nicht vom Auftritt ihrer Spieler beim 2. Pre-Play-off-Duell gegen den SC Riessersee. Sondern von der Schiri-Leistung bei der 2:5-Niederlage (2:0, 0:4, 0:1)!

Emotionen pur beherrschten den gestrigen Abend und dabei fing alles so gut an. Vincent Schlenker (12.) und Arturs Kruminsch (13.) sorgten für die frühe 2:0-Führung. Die Gäste agierten aber bissig.

Sie wollten unbedingt den ersten Sieg und Florian Vollmer (22.) verkürzte. Der Druck auf Löwen-Keeper Kevin Nastiuk wuchs. Der Knackpunkt für die Fans waren viele Schiri-Entscheidungen gegen die Hausherren.

Erst flog Carsten Gosdeck (26.) vom Eis - Beinstellen.

Doch ein SCR-Spieler hatte sich in seinem Schnürsenkel verfangen.

Der Treffer von Steven Rupprich bei 5:3-Überzahl hätte die Wende bringen können, doch die Schiedsrichter entschieden auf Schlittschuhtor.
Der Treffer von Steven Rupprich bei 5:3-Überzahl hätte die Wende bringen können, doch die Schiedsrichter entschieden auf Schlittschuhtor.

Dann kassierte Stefan Chaput eine Matchstrafe (31.). Becher flogen. Als der Treffer zum Ausgleich durch Lubor Dibelka (34.) zählte, obwohl Nastiuk behindert wurde, eskalierte die Stimmung.

Die Schiris wurden zum Staatsfeind. Dibelka und Tim Regan sorgten währenddessen für den Doppelschlag (40.) - 2:4.

Der Treffer von Steven Rupprich (43.) bei 5:3-Überzahl hätte die Wende für die Löwen bringen können, doch die Schiris sagten „kein Tor“.

Die Fans skandierten: „Aufhören, aufhören“ und „Skandalspiel“.

Markus Eberhardt (59.) setzte den Schlusspunkt. Eislöwen-Kapitän Hugo Boisvert war sich mit Coach Popiesch einig: „Die Schiri-Entscheidungen kommentiere ich nicht, daran lag es nicht. Wir haben nicht 60 Minuten gutes Hockey gespielt.“ Deshalb gibt’s morgen in Garmisch das Entscheidungsspiel.

Die Füchse müssen morgen ebenfalls nochmal in Rosenheim ran. Die Starbulls gewannen nach Verlängerung 3:2 (0:1, 1:1, 1:0).

Fotos: Lutz Hentschel


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