Nach Skandalspiel: Eislöwen droht 30.000 Euro Strafe!

Das Foto beweist: Der Treffer von Steven Rupprich war kein Schlittschuhtor.
Das Foto beweist: Der Treffer von Steven Rupprich war kein Schlittschuhtor.

Von Enrico Lucke

Dresden - Das verlorene zweite Pre-Play-off-Spiel gegen den SC Riessersee (2:5) kann für die Dresdner Eislöwen richtig teuer werden!

Sportlich, weil die Bayern sie ins dritte und entscheidende Spiel gezwungen haben (Dienstag, 20 Uhr). Wer das gewinnt, ist im Viertelfinale. Die Verlierer haben Sommerpause. Aber die Löwen wollen mit viel Wut im Bauch den zweiten Sieg in der Serie einfahren.

Teuer wird’s auch finanziell, weil die Eislöwen-Fans beim Skandalspiel am Sonntag in Dresden ihre Emotionen nicht im Griff hatten.

Der Schiri-Beobachter wurde attackiert. Bei der Vielzahl von strittigen Entscheidungen des Schiri-Gespanns (Robert Paule, Georg-Rainer Köttstorfer) flogen nicht nur Bierbecher, sondern alles was nicht nied- und nagelfest war, sogar Glasflaschen.

Die Eismeister hatten mit dem Beseitigen von Blutspuren und Wurfgeschossen einiges zu tun.
Die Eismeister hatten mit dem Beseitigen von Blutspuren und Wurfgeschossen einiges zu tun.

„Bei allem Ärger über Entscheidungen der Schiedsrichter kann es nicht sein, dass Gegenstände jeglicher Art auf das Eis geworfen werden.

Das ist schlichtweg fahrlässig und widerspricht jeglicher sportlichen Einstellung. Es gefährdet die Gesundheit unserer Spieler und schadet dem Image unseres Standortes“, sagt Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel.

„Drei Werfer konnten wir identifizieren. Sie bekommen Stadionverbot“, so Löwensprecherin Eva Wagner. Der Zweitligist muss reagieren, da eine saftige Geldstrafe von der Liga-Leitung droht.

Vorwurf: mangelhafter Ordnungsdienst. Und dies kann bis zu 30000 Euro kosten.

„Wir werden ein solches Verhalten nicht dulden. Parallel dazu rufen wir alle Eishockeyfans dazu auf, selbst Courage zu zeigen und künftig bei ähnlichen Vorfällen einzuschreiten statt wegzusehen“, so Schnabel.

Die Schiedsrichter mussten mit Schirmen geschützt werden.
Die Schiedsrichter mussten mit Schirmen geschützt werden.

Aber kochten die Emotionen zurecht über? Die erste strittige Szene war ein klares Foul gegen Lukas Slavetinsky, doch der Übeltäter von Riessersee wurde nicht bestraft.

Dafür kassierte Stefan Chaput (31.) Sekunden später eine Matchstrafe. Korrekt! Der Eislöwen-Stürmer traf Benedikt Kastner mit dem Ellenbogen im Gesicht. Dafür wurde er am Montag für zwei Spiele gesperrt.

Der Ausgleich zum 2:2 von Lubor Dibelka war auch korrekt, da Löwen-Keeper Kevin Nastiuk nicht von einem SCR-Spieler, sondern vom Teamkollegen behindert wurde.

Eine Fehlentscheidung trafen die Schiris, als sie den Treffer des Dresdners Steven Rupprich (43.) nicht gaben. Der Puck wurde klar vom Schläger und nicht vom Schlittschuh ins Tor befördert.

Fotos: Lutz Hentschel


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