Paddel-Verkehr im Floßgraben eingeschränkt, das ist der Grund

Leipzig - Ab dem 1. März wird der beliebte Paddelverkehr im Leipziger Auwald durch eine Verfügung eingeschränkt. Schuld ist ein kleiner Vogel.

In Leipzig erfreut sich das Paddeln größter Beliebtheit.
In Leipzig erfreut sich das Paddeln größter Beliebtheit.  © Sebastian Willnow, DPA

Wie die Stadt am Freitag mitteilen ließ, dürfen Paddler vom 1. März bis Ende September den Floßgraben im Leipziger Auwald nur eingeschränkt nutzen.

Motorboote dürfen das Gelände in dieser Zeit gar nicht mehr befahren, Kajaks und Kanus nur von 11 bis 13 Uhr, von 15 bis 18 und von 22 bis 22 Uhr. Auch das Betreten und Befahren der Ufer, sowie freilaufende Hunde sind hier verboten.

Laut der Stadt wird die Polizei das Einhalten der Regeln kontrollieren.

"Schuld" an der Maßnahme ist der Eisvogel, eine streng geschützte Brutvogelart, die in diesen Gefilden zuhause ist und im Frühjahr bis Sommer für Nachwuchs sorgt.

Zugleich ist der ökologisch sensible Floßgraben die einzige Wasserverbindung von der Leipziger Innenstadt zum Cospudener See.

Im Leipziger Auwald kollidieren die Naturschutzbelange mit dem Interesse der Stadt, die neuen Tagebauseen im Südraum Leipzig touristisch zu nutzen.

Ruhe, bitte! Zwischen März und September brütet der streng geschützte Eisvogel im Leipziger Auwald.
Ruhe, bitte! Zwischen März und September brütet der streng geschützte Eisvogel im Leipziger Auwald.  © picture alliance / Mei Yongcun/X

Mehr zum Thema Leipzig Lokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0