Im Dresdner Norden entsteht eine Märchenwelt aus Eis

Dresden - Die Kunstwerke sind eiskalt - ihre Entstehung aber befindet sich in der heißen Phase. 23 internationale Eiskünstler sägen und schnitzen seit zwei Wochen an den Skulpturen für die "Eiswelt Dresden".

Agnese Rudzite-Kirillova (39) arbeitet an einem kleinen Mädchen, das eine Brezel in der Hand halten wird.
Agnese Rudzite-Kirillova (39) arbeitet an einem kleinen Mädchen, das eine Brezel in der Hand halten wird.  © Ove Landgraf

Am 23. November wird die coole Schau im Gelände der "Zeitenströmung" eröffnet.

Bei minus sieben Grad kann bis 23. Februar eine fantastische Märchenwelt aus Eis und Schnee auf 1000 Quadratmetern bestaunt werden.

"Unsere Künstler fertigen rund 100 Einzelfiguren, die in 25 Bildszenen präsentiert werden", so der künstlerische Leiter Martin de Zoete (46). "Dafür verarbeiten sie 250 Tonnen Eis und 150 Tonnen Schnee."

Aus diesem "Eisberg" zaubern die Künstler Aschenputtel, Froschkönig, Baba Jaga, Schneewittchen, einen Kaiser ohne Kleider und Arielle.

Sieben Zwerge arbeiten im Bergwerk, Jakob klettert an der Wunderbohne gen Himmel. Neben der Märchenwelt meißeln die Eiskünstler auch die Frauenkirche und den Goldenen Reiter aus XXL-Blöcken.

Das Kronentor des Zwingers ist mit sieben Metern Höhe die größte Skulptur. "Kleine Figuren sind in drei, vier Stunden fertig. In den großen Figuren steckt eine Woche Arbeit", weiß Projektleiter Oliver Hartmann (39).

Denn trotz Zwiebelschicht-Kleidung müssen sich die Künstler immer wieder aufwärmen. Auch für Besucher gilt: Dick einmummeln.

Die "Eiswelt Dresden" ist ab 23. November täglich 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 13,50 Euro, für Kinder 9,50 Euro. Familientickets gibt's ab 39 Euro.

Der lettische Künstler Donatos Mockus (45) sägt Jakob auf der Wunderbohne aus dem Eisblock.
Der lettische Künstler Donatos Mockus (45) sägt Jakob auf der Wunderbohne aus dem Eisblock.  © Ove Landgraf
Die noch unbearbeiteten Eisblöcke stapeln sich zu einem Tor. Die ersten Umrisse erhalten sie mit der Kettensäge.
Die noch unbearbeiteten Eisblöcke stapeln sich zu einem Tor. Die ersten Umrisse erhalten sie mit der Kettensäge.  © Ove Landgraf
Eine Hommage an Dresden: August der Starke hoch zu Ross in den "Eiswelten".
Eine Hommage an Dresden: August der Starke hoch zu Ross in den "Eiswelten".  © Ove Landgraf

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