VfB-Sportchef Sven Mislintat verurteilt Hetze gegen Dietmar Hopp scharf

Stuttgart - Der Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart, Sven Mislintat, hat die Anfeindungen in den deutschen Stadien gegen den Mäzen der TSG 1899 Hoffenheim, Dietmar Hopp, aufs Äußerste kritisiert.

Union-Fans zeigen Banner mit dem Schriftzug "Hurensohn" und dem Abbild von Dietmar Hopp, Mäzen des TSG 1899 Hoffenheim, im Fadenkreuz. Es folgte eine Spielunterbrechung. (Symbolbild)
Union-Fans zeigen Banner mit dem Schriftzug "Hurensohn" und dem Abbild von Dietmar Hopp, Mäzen des TSG 1899 Hoffenheim, im Fadenkreuz. Es folgte eine Spielunterbrechung. (Symbolbild)  © Andreas Gora/dpa

"Diffamierung und Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, Kultur und Religion hat im Fußball nichts zu suchen", sagt Mislintat den "Stuttgarter Nachrichten" beim Training des VfB am Sonntag, einen Tag nach der 0:2-Niederlage gegen Greuther Fürth.

"Ich finde es wichtig, dass wir als Clubs alle notwendigen Zeichen setzen, die wir überhaupt aussenden können", forderte er außerdem.

Dietmar Hopp wurde bei bei den Bundesligapartien zwischen Borussia Dortmund und dem SC Freiburg, sowie dem 1. FC Köln und Schalke 04 verbal und auf Bannern mit Schmäh-Botschaften beleidigt. Beim Spiel der TSG 1899 Hoffenheim gegen den FC Bayern München wurde die Partie zweimal unterbrochen, nachdem Hass-Plakate gezeigt wurden.

Das gibt Sven Mislintat zu denken - auch in Bezug auf den VfB Stuttgart. "Wenn es in der Cannstatter Kurve künftig Hassplakate geben sollte, müssten wir das bewerten. Auch unter dem Gesichtspunkt: Ist das nur ein Idiot – oder sind es mehrere?", so der 47-Jährige gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten".

Es sei durchaus im Rahmen des Möglichen, dass es zum Äußersten komme und die gesamte Mannschaft den Platz verlasse, sollten sich ähnliche Szenen bei einer Heim- oder Auswärtspartie abspielen.

Beim Bundesliga-Match zwischen Union Berlin und dem VfL Wolfsburg wurde das Gesicht von Dietmar Hopp im Union-Fanblock in einem Fadenkreuz gezeigt, was schon die zweite Unterbrechung der Partie kurz vor Ende der ersten Halbzeit verursachte (TAG24 berichtete).

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.  © Tom Weller/dpa

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