Zeuge packt aus: So brutal und gnadenlos war der Drogenboss "El Chapo"!

New York - Mehr als eineinhalb Jahre hat Joaquín Guzmán, besser bekannt als "El Chapo", im Hochsicherheitsgefängnis in der US-amerikanischen Millionenmetropole New York darauf gewartet, jetzt ist der Prozess gegen den Drogenbaron gestartet.

Seit seiner Auslieferung an die Vereinigten Staaten im Januar 2017 sitzt "El Chapo" in einem Hochsicherheitsgefängnis im New Yorker Bezirk Manhattan.
Seit seiner Auslieferung an die Vereinigten Staaten im Januar 2017 sitzt "El Chapo" in einem Hochsicherheitsgefängnis im New Yorker Bezirk Manhattan.  © Eduardo Verdugo/AP/dpa

Schon die erste Woche brachte erschreckende Einblicke in einen blutigen Drogenkrieg. Der Chef des Sinaloa-Kartells habe beispielsweise einen Mann erschießen lassen, weil er ihm nicht die Hand reichen wollte, sagte Zeuge Jesus Zambada García am vergangenen Montag vor einem Gericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Das berichtet die US-amerikanischen Tageszeitung "The New York Times".

Guzmán und Fuentes seien Rivalen gewesen. Ein Partner von Guzmán habe dann ein Versöhnungstreffen verabredet - aber Fuentes wollte dem einst mächtigste Drogenboss der Welt nicht die Hand reichen. Ein tödlicher Fehler, denn kurz darauf wurden Fuentes und seine Ehefrau vor einem Kino erschossen.

"Chapo hat gesagt, dass er sie umbringen werde", sagte Zeuge Zambada. Mindestens fünf weitere Menschen habe Joaquín Archivaldo Guzmán Loera, so sein bürgerlicher Name, aus ähnlich nichtigen Gründen umbringen lassen.

Die US-amerikanische Justiz wirft dem Mexikaner unter anderem Drogenhandel, Geldwäsche und das Führen einer kriminellen Organisation - des mexikanischen Drogenkartells Sinaloa - vor. Der wegen seiner Körpergröße von etwa 1,64 Meter "El Chapo" (zu Deutsch: Der Kurze) genannte Guzmán soll tonnenweise Kokain und Heroin in die USA geschmuggelt und damit Milliarden verdient haben. Zudem soll er für bis zu 3000 Morde verantwortlich sein.

Bei einer Verurteilung droht Guzmán eine lebenslange Haftstrafe. Die Todesstrafe ist gemäß einer Einigung zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten ausgeschlossen.


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