Finderlohn! Skulptur plötzlich "aufgetaucht"

Reichstein hatte selbst in der Elbe nach seinem Kunstwerk gesucht. „Aber ich fand nur einen Biergartenstuhl, ein Kindertragegestell und ein PVC-Rohr.“
Reichstein hatte selbst in der Elbe nach seinem Kunstwerk gesucht. „Aber ich fand nur einen Biergartenstuhl, ein Kindertragegestell und ein PVC-Rohr.“  © Thomas Reichstein

Dresden - Der "Schamane" ist wieder aufgetaucht - fast sprichwörtlich aus den Fluten. Die Skulptur des Dresdner Künstlers Thomas Reichstein (57) lehnte am Brückenpfeiler der Marienbrücke, versteckt hinter einem Busch.

Frührentner Gerald Warnecke (59) fand die Figur Montagvormittag.

Erst am Mittwoch hatte der Bildhauer vier lebensgroße Skulpturen an Elbufer unterhalb des Narrenhäusels aufgestellt.

Am Sonntagmorgen dann der Schock: Die Plastik des Schamanen war verschwunden, am Sockel abgebrochen und entwendet (TAG24 berichtete).

Zum Glück blieb das Kunstwerk nicht lange verschollen. „Ein Spaziergänger fand sie und brachte sie ins Polizeirevier West“, so Reichstein überglücklich.

Der ehrliche Finder: Gerald Warnecke. „Ich hatte einen Termin in der Altstadt, bin gern zu Fuß unterwegs. Dabei habe ich die Figur gefunden. Weil es immer Stunden dauert, bis die Polizei vor Ort ist, habe ich das Kunstwerk selbst ins Revier auf die Bürgerstraße gebracht“, erzählt Warnecke. „Ehrlich gesagt, habe ich mich ein bisschen mit Strecke und Gewicht verschätzt - aber ich hab's geschafft.“

Reichstein hatte selbst in der Elbe nach seinem Kunstwerk gesucht. „Aber ich fand nur einen Biergartenstuhl, ein Kindertragegestell und ein PVC-Rohr.“

Um so glücklicher ist er über den ehrlichen Finder. „Er hat 100 Euro Finderlohn bekommen, und ich habe Herrn Warnecke ins Atelier zu mir eingeladen.“ Dort wird nun auch der Schamane „geheilt“ - die Bruchstelle kann geschweißt werden...

Der Finder: Gerald Warnecke mit Thomas Reichstein.
Der Finder: Gerald Warnecke mit Thomas Reichstein.  © Thomas Reichstein

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