Kletterfreunde pinseln Hunderte Zugangswege zu Felsen neu

Dresden - Derzeit haben Klettermaxe in der Sächsischen Schweiz nicht nur Haken, Ösen und Seile dabei. Sondern auch Pinsel. Sie markieren die Zugangswege zu den Felsen neu.

Petra Medger (59) markiert als ehrenamtliche Helferin die Wanderwege neu.
Petra Medger (59) markiert als ehrenamtliche Helferin die Wanderwege neu.  © Steffen Füssel

"Die alten Markierungen sind langsam verblasst", so Hanspeter Mayr, Sprecher der Nationalparkverwaltung. "Wir allein als Verwaltung schaffen das nicht. Wir sind deshalb sehr dankbar für die Unterstützung."

Zwölf erfahrene Bergsteiger aus der Region kraxeln ehrenamtlich umher, legen Zugangswege frei, bringen die Zeichen wieder an, die Kletterer sicher zu den Gipfeln führen und so wildes "Irrlichtern" im Nationalpark verhindern.

Seit dem Frühjahr läuft diese Aktion. "Eine konkrete Zahl der ehrenamtlichen Einsatzstunden kann noch nicht genannt werden. Aber 500 kommen sicherlich zusammen", so Frank Rainer Richter, ebenfalls von der Verwaltung, der mit den malenden Kletterern derzeit wieder unterwegs ist.

Doch nicht allen im Gebirge scheint das Vorhaben zu gefallen.

So entdeckten die Helfer, dass zum Beispiel im Bereich der Honigsteine die mühevoll angebrachten Hinweisschilder "Zugang zu den Kletterfelsen - kein Wanderweg!" einfach abgerissen wurden!

"Das ist ärgerlich und wir hoffen sehr, dass nicht die gesamte Arbeit zerstört wird", so Hanspeter Mayr.

Frank Rainer Richter (60) hat die Gipfel und ihre Markierungen fest im Blick.
Frank Rainer Richter (60) hat die Gipfel und ihre Markierungen fest im Blick.  © Steffen Füssel
Ärgerlich: Das an diesem Baum mal eine Markierung war, ist kaum zu glauben. Es wurde illegal wieder abgekratzt.
Ärgerlich: Das an diesem Baum mal eine Markierung war, ist kaum zu glauben. Es wurde illegal wieder abgekratzt.  © Steffen Füssel

Titelfoto: Steffen Füssel


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