"Elefant, Tiger & Co.": Hoas Milch fürs Elefantenbaby wird knapp

Leipzig - Die Sorgen um den kleinen Elefantenbullen im Leipziger Zoo sind auch vier Wochen nach dessen Geburt noch nicht ausgestanden. Die Lage spitzt sich nun sogar noch weiter zu, da Mutter Hoa ihrem Jungtier immer weniger Milch zur Verfügung stellt. Doch die ist lebenswichtig.

Da war noch alles okay: Der kleine Elefantenbulle trinkt an Hoas Zitzen, die zum Schutz für das Jungtier angekettet ist.
Da war noch alles okay: Der kleine Elefantenbulle trinkt an Hoas Zitzen, die zum Schutz für das Jungtier angekettet ist.  © Zoo Leipzig

Elefantenkuh Hoa, die bereits zwei Jungtiere verloren hat, konnte auch in der vierten Woche noch keine Muttergefühle für ihr Baby entwickeln. Erschwerend hinzu kommt nun auch noch der Fakt, dass die lebenswichtige Muttermilch der 33-Jährigen allmählich aufhört zu fließen. Pfleger und Ärzte führen dem Bullen somit über eine Ersatzmilch die nötigen Nährstoffe zu. Ohne diese würde er nicht überleben. Die Verantwortlichen versuchen, dass die Milchgabe so natürlich wie möglich abläuft, um den Kleinen nicht zu sehr an den Menschen zu gewöhnen - kein leichtes Unterfangen.

"Wir sind an einem extrem kritischen Punkt angekommen. Da Hoa sich augenscheinlich nicht um den Nachwuchs kümmert, müssen Don Chung und Rani [die Tanten, Anm. d. Red.] die Betreuung des Jungtieres übernehmen", sagte Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. "Wir können mit dem zusätzlichen Futterangebot die Entwicklung unterstützen, aber wir können den dauerhaften, artgemäßen Elefantenkontakt nicht ersetzen."

Der Elefantentempel bleibt für die Besucher auch weiterhin geschlossen. Junhold: "Wir bedanken uns bei allen Zoobesuchern für das enorme Verständnis für diese Entscheidung und sind froh über den Rückhalt, den wir in dieser schwierigen Situation spüren." Eine Prognose hinsichtlich der Überlebenschance kann der 54-Jährige weiterhin nicht geben.

Neuigkeiten auch bei anderen Zoobesuchern

Aber auch andere Geschichten erwartet den TV-Zuschauer.

Im Gegensatz zu den Elefanten gibt es bei den Hyänen keine Probleme mit dem Nachwuchs. Die Kleine soll nach und nach die Wildnis besser kennenlernen. Dafür hat sich Pfleger Jörg Gräser etwas Besonderes ausgedacht. In dem bestückten Futterkorb sind allerhand Leckereien versteckt.

Viel kleiner als die afrikanischen Bewohner sind hingegen die winzigen Blattschneiderameisen. Die Kolonie im Gondwanaland vermehrt sich rasant. Michael Ernst kommt so oft es geht vorbei, um die Entwicklungen zu beobachten.

Die neue "Elefant, Tiger & Co."-Folge läuft am heutigen Freitag ab 19.50 Uhr im MDR-Fernsehen. Viel Spaß beim Einschalten!

Weil Hoa offenbar nicht mehr genug Muttermilch produziert, wird das vier Wochen alte Jungtier mit Ersatzmilch so natürlich wie möglich gefüttert.
Weil Hoa offenbar nicht mehr genug Muttermilch produziert, wird das vier Wochen alte Jungtier mit Ersatzmilch so natürlich wie möglich gefüttert.  © Zoo Leipzig

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