Leipziger Elefantenbaby verliert an Gewicht

Leipzig - Schon mehr als fünf Wochen ist das kleine Elefantenbaby aus dem Zoo Leipzig auf der Welt. Nach dem traurigen Tod des acht Monate alten Ben Long Ende September 2019 sind Anspannung und Hoffnung gleichermaßen hoch. Der Gang auf die Waage ließ nichts Gutes erahnen - doch die Pfleger gaben prompt Entwarnung. Ihr könnt ab sofort auch über den Namen des Kleinen entscheiden.

Das kleine Elefantenbaby neben Mama Rani (l.) und Tante Don Chung.
Das kleine Elefantenbaby neben Mama Rani (l.) und Tante Don Chung.  © Zoo Leipzig

In der Nacht zum 11. Januar erblickte ein kleiner Bulle im Elefantentempel des Leipziger Zoos das Licht der Welt. Zweieinhalb Monate, nachdem der von Mama Hoa (34) verstoßene Ben Long im Alter von nur acht Monaten eingeschläfert werden musste, gibt es beim Dickhäuter-Personal wieder Grund zur Freude.

"Man lernt das in der Ausbildung, ein gesundes Verhältnis zum Tod zu entwickeln. Aber in dem Moment ist es extrem schwer, da braucht man einen Augenblick, um darüber hinwegzukommen", berichtet Pfleger Robert Stehr von der Trauerphase in der MDR-Sendung "Elefant, Tiger & Co.".

Er und die anderen Verantwortlichen hätten in der Zeit nach Ben Longs Verlust viel Zuspruch von Familie, Freunden und Kollegen erhalten, um den monatelangen und letztlich verlorenen Kampf zu überwinden.

Dennoch zog der Pfleger auch positive Dinge aus der zu kurzen Zeit mit dem per Flasche und Ersatzmilch aufgezogenen Minifanten. "Der Versuch, die Herde so zusammenzustellen, dass die Tiere bei Geburten auch etwas lernen, genau davon profitieren wir." Das Zusammenleben mit Ben Long hätte vor allem seinen Tanten Rani (10) und Don Chung (37) viel mit auf den Weg gegeben, "was man auf keine andere Weise hätte trainieren können. Das trägt jetzt hier Früchte", so Stehr.

Neuester Nachwuchs bei den Elefanten: "In den letzten Tagen nahezu perfekt"

Beim letzten Gang auf die Waage zeigte das Gerät zuletzt weniger Körpergewicht an.
Beim letzten Gang auf die Waage zeigte das Gerät zuletzt weniger Körpergewicht an.  © MDR Mediathek

Sein Kollege Holger Wust widmet sich derweil dem noch namenlosen jüngsten Sprössling der Elefantenherde und seiner Mutter Rani, für die der Bulle das erste Jungtier war.

"Man merkt Rani direkt an, wie entspannt oder unentspannt sie ist, ob der Kleine allein trinken darf oder irgendetwas komisch aussieht", so Wust, als er die tonnenschweren Kühe und das Jungtier in den Elefantentempel geleitet. "In den letzten Tagen ist das nahezu perfekt."

Körperpflege muss natürlich auch sein, doch der Kleine mag den Wasserschlauch noch nicht wirklich.

"Der bleibt am Anfang relativ nah bei seiner Mutti oder seiner Tante. Und wenn die nassgemacht werden, wird er automatisch auch mit nass. Das ist ein gleitender Übergang: Irgendwann kriegen die vom Wasser nicht genug. Das wird schon", so Holger Wust.

Beim abschließenden Wiegen dann eine kurze Ernüchterung: Im Vergleich zum letzten Gang auf die Waage (128,8 Kilogramm) hat sich das Gewicht des Babys um etwa 2,5 auf 126,4 Kilo verringert. "Am Anfang nehmen die immer ab", beruhigt Robert Stehr die MDR-Zuschauer. "Irgendwann baut sich das dann wieder auf, da nehmen sie zwischen 200 Gramm und einem Kilo pro Tag zu - da sind wir aber jetzt noch nicht."

UPDATE: Wie soll das Kalb heißen?

Bis zum 29. Februar könnt Ihr >>>hier Namensvorschläge einreichen. Die Taufe wird voraussichtlich im Rahmen der Entdeckertage Artenschutz am 7. März stattfinden, teilte der Zoo mit.

Die gesamte "Elefant, Tiger & Co."-Sendung hier zum Nachschauen

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