"Falsches Signal": Circus Krone holt Elefanten zurück ins Programm

München - Der Circus Krone hat zwei seiner Elefanten nach einer Sommerauszeit in Spanien wieder nach München geholt.

Im Lastwagen wurden die Elefantenkühe aus Spanien zurück nach München geholt. Jana-Mandana Lacey-Krone (r), Direktorin des Circus Krone hatte, hat sie begleitet. (Bildmontage)
Im Lastwagen wurden die Elefantenkühe aus Spanien zurück nach München geholt. Jana-Mandana Lacey-Krone (r), Direktorin des Circus Krone hatte, hat sie begleitet. (Bildmontage)  © Matthias Balk/dpa

Die indischen Elefantenkühe Bara und Burma (beide 44) sollen zum Weihnachtsprogramm ab dem 25. Dezember in die Manege zurückkehren. Der Zirkus wirbt in seinem aktuellen Programm bereits mit den Tieren.

Sie treten mit Direktorin Jana Mandana Lacey-Krone auf, wie Ehemann Martin Lacey jr. sagte. Die Elefanten sind das Krone-Wappentier.

Die zwei Elefanten waren mit drei weiteren den Sommer über in einer Tierresidenz. Die Elefanten Mala, Kenia und Aisha leben laut Lacey auch künftig dort. Die 54 Jahre alte afrikanische Elefantin Mala ist im Ruhestand.

Damit sie sich nicht einsam fühle, sollen Kenia und Aisha - zwei 36 Jahre junge indische Elefanten - bei ihr bleiben, wie das Unternehmen auch per eigener Mitteilung auf seiner Homepage erklärt.

Tierschützer kritisieren den Zirkuseinsatz der Elefanten immer wieder. Die Aktionsgruppe Tierrechte Bayern hatte die Rückkehr ein "falsches Signal" genannt. Erstmals hätten sich die Tiere in einem naturbelassenen Freipark nahezu uneingeschränkt bewegen können. Bereits im Oktober kritisierte die Organisation, die Tiere erneut "erheblichen Stress durch Transporte und Dressur auszusetzen" und bezeichnete das Vorgehen als "Tierquälerei in höchstem Ausmaß" (TAG24 berichtete).

Bara und Burma kamen in der Nacht zum Montag am Münchner Stammsitz Circus-Krone-Bau an, wie der Tierschutzbeauftragte des Zirkus, Frank Keller, sagte. Sie seien am Samstagmorgen in Spanien gestartet - in einem speziellen Tiertransporter mit Lüftungsanlagen und Kamerabeobachtung. Lacey begleitete die Fahrt.

Es habe unterwegs mehrere Stopps auch zum Füttern und Tränken gegeben. "Die zwei sind nach Hause gekommen. Das ist ihre gewohnte Umgebung seit 40 Jahren", so Keller. Bara und Burma kamen als Elefantenbabys zum Circus Krone.

Langfristig will der Zirkus auf dem Krone-Gestüt in Weßling am Ammersee einen Ruhesitz für Elefanten einrichten. Man warte dafür weiterhin auf die Baugenehmigung, sagte Keller. "Wir stehen Gewehr bei Fuß." Weil viele Ämter involviert seien, dauere es recht lange.

Jana-Mandana Lacey-Krone, Direktorin des Circus Krone, streichelt im Elefantenhaus auf dem Gelände des Circus Krone die indische Elefantenkuh Bara (44 Jahre). Rechts läuft Elefantenkuh Burma (44 Jahre).
Jana-Mandana Lacey-Krone, Direktorin des Circus Krone, streichelt im Elefantenhaus auf dem Gelände des Circus Krone die indische Elefantenkuh Bara (44 Jahre). Rechts läuft Elefantenkuh Burma (44 Jahre).  © Matthias Balk/dpa

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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