Diskussion um Bayern-Elfmeter: DFB-Kommission bezieht Stellung

München - Die Schiedsrichterkommission des Deutschen Fußball-Bundes hat die fragwürdige Elfmeterentscheidung beim Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern München und der TSG 1899 Hoffenheim (TAG24 berichtete) verteidigt.

Franck Ribéry und der FC Bayern München konnten am Ende einen 3:1-Sieg feiern.
Franck Ribéry und der FC Bayern München konnten am Ende einen 3:1-Sieg feiern.  © DPA

"Der Video-Assistent hat in dieser Situation zurecht nicht eingegriffen, denn er soll nur eingreifen, wenn die Entscheidung klar und offensichtlich falsch ist", teilte der DFB am Samstag mit. Schiedsrichter Bastian Dankert hatte am Freitag nach einem vermeintlichen Foul von 1899-Profi Havard Nordtveit an Franck Ribéry Elfmeter gepfiffen.

Die Aktion, die zur 2:1-Führung führte, überprüfte Dankert nicht per Videobeweis.

"Diesen Vorgang als Foul zu bewerten, ist eine Interpretationsfrage, die beim Schiedsrichter bleibt. Die Diskussionen zu diesem Fall reichen auch von "Schwalbe" über "natürliche Kollision" bis "fahrlässiges Abwehrverhalten mit Zufallbringen des Gegners", führte der DFB aus und kam zu dem Schluss: "Die Entscheidung ist daher in der Diskussion durchaus als "umstritten" einzuordnen, aber nicht als "klar und offensichtlich falsch"."

Der frühere Spitzenschiedsrichter Markus Merk wertete die Aktion anders. "Für mich ist das natürlich kein Elfmeter. Ich sehe das persönlich etwas anders", sagte Merk am Samstag im TV-Sender Sky.

Tags zuvor hatten bereits Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann und Sportchef Alexander Rosen heftige Kritik an Dankert und dessen Videoassistenten Sören Storks im Überwachungsraum in Köln geübt.


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