Nächster Skandal: Führte Togo-Flüchtling Behörden an der Nase herum?

Ellwangen - Nach dem Versuch von rund 200 Flüchtlingen in Ellwangen, die Abschiebung eines Migranten zu verhindern (TAG24 berichtete), wurde nun ein weiteres Detail bekannt.

In der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) in Ellwangen wird Youssif O. von maskierten Polizisten abgeführt.
In der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) in Ellwangen wird Youssif O. von maskierten Polizisten abgeführt.  © Stefan Puchner/dpa

Der 23-jährige Youssif O. wurde am 8. Mai mit großem Polizeiaufgebot aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen abgeholt (TAG24 berichtete).

Am 15. Mai wurde er vom Flughafen Frankfurt schließlich nach Italien abgeschoben.

Der Mann soll immer angegeben haben, aus Togo zu stammen. Doch wie die Bild berichtet, soll der Mann wohl aus Ghana kommen: "Bei uns hat er behauptet, er komme aus Ghana," zitiert Bild die Zeitung eine Sprecherin der Polizei in Mailand. Sie habe außerdem erklärt, Youssif O. hätte bei seiner Ankunft 2017 in Italien Papiere aus Ghana vorgelegt. In Deutschland behauptete er allerdings immer, er hätte seine Papiere verloren.

Youssif O. hat noch bis Dienstag Zeit, Italien freiwillig zu verlassen. Er soll angekündigt haben, dort nicht bleiben zu wollen und gegebenenfalls nach Afrika zurückzukehren.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa


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