Pädophilie-Vorwurf auf Twitter: So erklärt Elon Musk seinen Tweet

Los Angeles - Nachdem er einen Rettungstaucher des Höhlendramas in Thailand auf Twitter als "pädophilen Kerl" bezeichnet hatte, hat sich Tesla-Chef Elon Musk (48) nun vor einem zuständigen Gericht in Los Angeles verteidigt.

Elon Musk hat sich vor einem Gericht in Los Angeles verteidigt. (Archivbild)
Elon Musk hat sich vor einem Gericht in Los Angeles verteidigt. (Archivbild)  © Ringo H.W. Chiu/FR170512 AP/dpa

"Pedo guy" sei eine "allgemeine Beleidigung", sagte Musks Verteidiger Alex Spiro am Dienstag (Ortszeit), wie US-Medien berichteten. "Das sind frotzelnde Tweets in einem Streit zwischen Männern."

Er habe den Rettungstaucher nicht ernsthaft als pädophil bezeichnen wollen, sondern als "widerlichen Kerl", sagte Musk.

Insgesamt sei das alles aber nicht gut gelaufen, gestand Musk. "Es hätte einfach sein sollen: Hier läuft eine Rettungsaktion und das ist super", sagte er. "Ich habe mich entschuldigt, den Tweet gelöscht und mich nochmal persönlich entschuldigt."

Während der Rettungsaktion für die thailändische Jugendfußballmannschaft, die im Juni 2018 von Wassermassen in einer Höhle eingeschlossen worden war, hatte Musk den Einsatz eines Mini-U-Boots vorgeschlagen. Das Fahrzeug wurde in kürzester Zeit bei Musks Raumfahrt-Firma SpaceX gebaut und nach Thailand gebracht.

Es kam aber nicht zum Einsatz, weil es nach Angaben der Rettungsleitung nicht für die Situation passte. Der britische Taucher Vernon Unsworth hatte den U-Boot-Vorschlag öffentlich als PR-Gag kritisiert - und den 48 Jahre alte Tech-Milliardär verärgert.

Unsworth hatte kommentiert, Musk könne sich "sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut". Musk hatte daraufhin nicht nur die Rolle Unsworths bei der Rettungsaktion angezweifelt, sondern ihn auch ohne jegliche Belege als "pedo guy" bezeichnet.

Nachdem es in den sozialen Netzwerken Reaktionen gab, wurde der Tweet gelöscht. Musk entschuldigte sich erst, fachte den Streit aber wiederholt mit weiteren Andeutungen an. Unsworth klagte daraufhin wegen Verleumdung: Musks "falsche und verleumderische Vorwürfe"hätten ihm unter anderem emotionalen Schaden zugefügt.

Elon Musk hatte seinen Tweet nach kurzer Zeit wieder gelöscht. (Archivbild)
Elon Musk hatte seinen Tweet nach kurzer Zeit wieder gelöscht. (Archivbild)  © Jae C. Hong/AP/dpa

Titelfoto: Jae C. Hong/AP/dpa

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