SEK schießt bei Einsatz Ex-Mister Germany nieder

Beamte vor dem Haus von Adrian Ursache in Reuden.
Beamte vor dem Haus von Adrian Ursache in Reuden.  © DPA

Elsteraue - Bei einer Zwangsräumung bei einem sogenannten Reichsbürger in Sachsen-Anhalt ist es zu einer Schießerei mit drei Verletzten gekommen.

Bei dem 41 Jahre alten Bewohner des Geländes in Reuden bei Zeitz handelt es sich nach Angaben von "MZ" um den ehemaligen Mister Germany, Adrian Ursache. Er wurde bei dem Schusswechsel am Donnerstag schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin in Halle sagte. 

Ursache kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Zwei Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) seien leicht verletzt worden.

Sowohl der 41-Jährige als auch Polizisten hätten nach ersten Erkenntnissen geschossen. Von wem der Schusswechsel ausging, war den Angaben zufolge zunächst unklar. Experten des Landeskriminalamts begannen am Mittag damit, das Geschehen zu rekonstruieren.

Adrian Ursache wurde 1998 zum Mister Germany gewählt.
Adrian Ursache wurde 1998 zum Mister Germany gewählt.  © DPA

Die Polizei war am Morgen mit einem Großaufgebot und SEK nach Reuden gekommen, um die Zwangsräumung durch einen Gerichtsvollzieher zu unterstützen. 

Ein erster Versuch sei am Vortag gescheitert, sagte die Polizeisprecherin weiter. Es sei um eine nicht beglichene Grundschuld gegangen.

Am Donnerstag seien neben Adrian Ursache rund 15 weitere Menschen auf dem Gelände gewesen. Sie hätten die angemeldeten Behördenvertreter mit Pflastersteinen und weiteren Gegenständen beworfen, wie die Polizei weiter mitteilte. Dann seien Schüsse gefallen. Der 41-Jährige sei Anhänger der sogenannten Reichsbürger, die die Bundesrepublik nicht anerkennen.

Einer der verletzten SEK-Beamte habe eine Halsverletzung, die von der Schießerei herrühren könnte, sagte die Polizeisprecherin weiter. Der zweite Beamte sei von einem der Unterstützer gebissen worden.


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