Sie schluckten auf Spielplatz fremde Pillen: Klinik soll Kinder und Eltern weggeschickt haben

Haldensleben - Schwere Vorwürfe gegen eine Klinik aus Haldensleben (Landkreis Börde)! Nachdem mehrere Kindergartenkinder weiße Pillen auf einem Spielplatz gefunden haben, werfen deren Eltern dem Ameos Klinikum in Haldensleben vor, die Kinder nicht behandelt und die Familien weggeschickt zu haben. Was ist dran?

Jetzt äußert sich die Klinik selbst zu den Vorwürfen der Eltern. (Symbolbild)
Jetzt äußert sich die Klinik selbst zu den Vorwürfen der Eltern. (Symbolbild)  © 123RF

Auf einem Spielplatz, auf einem Schulhof und auf einem Sportplatz in Haldensleben sind verstreut weiße Pillen - anscheinend Medikamente - gefunden worden. Eine Mutter hatte am Montag die Polizei informiert, weil ihr fünf Jahre altes Kind und zwei weitere Kinder in einem Sandkasten die weißen Pillen entdeckten und einige aufaßen, teilte die Polizei am Dienstag in Haldensleben mit.

Die besorgten Eltern brachten ihren Nachwuchs zum Ameos Klinikum. Dort seien die Kinder aber nicht richtig untersucht worden. Stattdessen habe man die Familien in ein Krankenhaus nach Magdeburg geschickt, da im eigenen Haus kein Kinderarzt anwesend gewesen sei.

Jetzt äußert sich das Ameos Klinikum selbst zu den Vorwürfen. "Da nach erster Inaugenscheinnahme durch die diensthabende Internistin keine Beeinträchtigung der Kinder festgestellt wurde, wurde den Eltern geraten in die nächstgelegene Kinderklinik, nach Magdeburg, zur weiteren Diagnostik und Abklärung zu fahren", so Yvonne Eichelmann, Sprecherin der Klinik im Haldensleben. Weiter heißt es: "Im AMEOS Klinikum Haldensleben halten wir keine Kinderklinik vor."

Am Montagabend und auch am Dienstag wurden weitere Pillen gefunden. Bislang seien es rund 80 Stück, bei denen es sich der Polizei nach mutmaßlich um Arzneimittel handelt. Die ersten Pillen sollen in Kürze untersucht werden. Die Polizei bittet um Hinweise zu den Unbekannten, die die Pillen verstreuten.

UPDATE, 6. Juli: Bei den Pillen handelte es sich um harmlose Glukose-Drops, haben Untersuchungen mittlerweile ergeben.


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