Bringt ein neuer Zeuge weitere Schreckens-Details im "Elysium"-Prozess ans Licht?

Limburg - Im Limburger Prozess um die Kinderpornografie-Plattform "Elysium" wird der Hauptbeschuldigte im aufsehenerregenden Missbrauchsfall von Staufen als Zeuge erwartet.

Der verurteilte Sexualstraftäter soll den Sohn seiner Partnerin mehr als zwei Jahre lang für Vergewaltigungen verkauft und ihn selbst missbraucht haben.
Der verurteilte Sexualstraftäter soll den Sohn seiner Partnerin mehr als zwei Jahre lang für Vergewaltigungen verkauft und ihn selbst missbraucht haben.  © DPA

Bei der Verhandlung am Donnerstag (9 Uhr) gehe es um Vorwürfe, wonach der "Elysium"-Administrator von dem Mann Jungen-Nacktfotos bekommen haben soll, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit.

Der Zeuge war im August vom Landgericht Freiburg zu zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er soll gemeinsam mit seiner damaligen Partnerin deren Sohn mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen sowie das Kind auch selbst missbraucht haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft geht davon aus, dass der "Elysium"-Administrator über die Plattform Kontakt mit dem Zeugen hatte. Dieser soll ihm Bilder, die den Staufener Jungen in "sexualisierter Pose" zeigen, übermittelt haben.

Seit August verhandelt das Landgericht Limburg den "Elysium"-Fall. Den vier angeklagten Männern aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern wird vorgeworfen, die Plattform im verborgenen Darknet betrieben oder sich daran beteiligt zu haben.

"Elysium" hatte den Ermittlern zufolge weltweit mehr als 111.000 Nutzerkonten.

Das Kinderporno-Netzwerk "Elysium" hatte rund 110.000 Mitglieder.
Das Kinderporno-Netzwerk "Elysium" hatte rund 110.000 Mitglieder.  © DPA

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0