Island-Präsident schaut Spiel mit Trikot in der Fankurve

Island-Präsident Johannesson (rechts im Bild) mag es beim Fußball schauen lieber volksnah im Fan-Block. Champagner und VIP-Tickets sind nix für ihn.
Island-Präsident Johannesson (rechts im Bild) mag es beim Fußball schauen lieber volksnah im Fan-Block. Champagner und VIP-Tickets sind nix für ihn.

Paris - Nanu, was ist das? Ein Staatsmann mitten unter fanatischen Fans? Ja, der künftige isländische Präsident hält vom Fußball schauen auf der Ehrentribüne rein gar nichts. Er unterstützte die wackeren Isländer lieber im Fan-Block, feuerte das Team dabei lautstark an.

Gudni Thorlacius Johannesson hat vor kurzem die Präsidentschaftswahl in Island gewonnen.

Der 48-jährige, der am 1. August 2016 sein Amt antritt, ist Historiker und Universitätsdozent, übersetzt nach Focus-Informationen gern auch mal Stephen-King-Romane ins Isländische.

Und er ist leidenschaftlicher Fußball-Fan und hält nichts von staatsmännischen Etiketten. Denn während beispielsweise der Französische Präsident Hollande das Spiel auf der Ehrentribüne verfolgte, versuchte sich der Island-Präsident lieber als Hobby-Ultra.

Er stand mitten im isländischen Fan-Block, nahm seinen Nebenmann in den Arm, klatschte und sang mit.

Dass Island das Sonntagsspiel mit 2:5 verlor, tat seiner Laune keinen Abbruch. Wie CNN berichtet, sollen Johannesson vor dem Spiel VIP-Tickets und Champagner angeboten worden sein, er hat jedoch lächelnd abgelehnt.

Die Sympathien sämtlicher Fußball-Fans hat er mit dieser Aktion sicher.

Und Island hat erneut gezeigt, warum das Land ein einzigartiger Euro-Teilnehmer gewesen ist.

Als Historiker, Privatdozent und Staatsmann macht Johannesson auch im Anzug eine gute Figur.
Als Historiker, Privatdozent und Staatsmann macht Johannesson auch im Anzug eine gute Figur.

Foto: dpa, Twitter


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