Kein Scherz: In diesem Kreißsaal gibt's keine Geburten am Wochenende mehr

Emden - Im Klinikum Emden (Ostfriesland) kommen am Wochenende keine Kinder mehr zur Welt: Schwangere Frauen aus der Umgebung müssen am Wochenenden andere Geburtsstationen aufsuchen.

Im Kreißsaal überprüft eine Hebamme die Herztöne des ungeborenen Kindes.
Im Kreißsaal überprüft eine Hebamme die Herztöne des ungeborenen Kindes.  ©  Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Der Kreißsaal wird ab sofort freitags von 17 Uhr an bis Montagfrüh um 6 Uhr geschlossen.

Grund seien zwei fehlende Hebammen, sagte eine Sprecherin des Hans-Susemihl-Krankenhauses am Freitag.

Danach sollen werdende Mütter zu den Kliniken nach Aurich oder Leer ausweichen.

Bei durchschnittlich ein bis drei Geburten an Wochenenden in Emden sei dies machbar, begründete das Emder Krankenhaus die Entscheidung.

Das Krankenhaus Emden arbeitet nach weiteren Angaben mit Hochdruck daran, die offenen Stellen zu besetzen.

Dies sei aber angesichts des bundesweiten Mangels an Hebammen nicht abzusehen.

Seit mehreren Jahren ist auch die Geburtsstation in Norden geschlossen, seit Anfang des Jahres auch die in Wittmund.

Das Eingangsschild am Klinikum Emden.
Das Eingangsschild am Klinikum Emden.  © Carmen Jaspersen/dpa

Titelfoto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa


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