Absturz von Fußball-Profi Sala: Pilot hätte ihn gar nicht fliegen dürfen!

Guernsey - Seit Montag fehlt von Fußballer Emiliano Sala jede Spur. Der 28-Jährige war auf dem Weg von Nantes nach Cardiff über dem Ärmelkanal abgestürzt. Nun wird bekannt: Sein Pilot hätte ihn gar nicht fliegen dürfen.

Im französischen Nantes wird um Sala getrauert.
Im französischen Nantes wird um Sala getrauert.  © Uncredited/AP/dpa

Wie "The Times" berichtet, sei der 59-jährige David Ibbotson aus dem nordenglischen Crowle, der am Steuer der Absturzmaschine saß, gar nicht befugt gewesen, zahlende Passagiere zu befördern. Er habe lediglich einen Pilotenschein für private Flüge besessen, schreibt das Blatt.

Um gegen Bezahlung fliegen zu dürfen, hätte er weitere Flugstunden nehmen und ein spezielles Training durchlaufen müssen, heißt es weiter. Ob das bei dem Absturz am Montagabend eine Rolle gespielt haben könnte, bleibt jedoch vorerst ungeklärt.

Die einmotorige Propellermaschine, mit welcher der 28-jährige Sala vom französischen Nantes ins walisische Cardiff hatte fliegen wollen, war plötzlich vom Radar verschwunden. Sala selbst hatte kurz zuvor in einer dramatischen Sprachnachricht die Sorge geäußert, das Flugzeug könne verunglücken.

Der Fußball-Profi war nach einem Millionentransfer auf dem Weg zu seinem neuen Verein Cardiff City. Rettungskräfte hatten über drei Tage hinweg gesucht - vergeblich. Am Donnerstag war die Suche schließlich offiziell eingestellt worden.

Sala spielte zuletzt beim FC Nantes.
Sala spielte zuletzt beim FC Nantes.  © David Vincent/AP/dpa

Es steht zu vermuten, dass das Wrack und seine beiden Insassen für immer verschollen bleiben. Zuletzt war es in der Nähe von Hurd's Deep geortet worden. Dabei handelt es sich um ein langgestrecktes Tief im westlichen Ärmelkanal, das rund 600 Fuß (etwa 183 Meter) messen soll.

Der Standort wurde nach den Weltkriegen als Deponie für chemische Abfälle, Munition und Waffen genutzt. Laut der "Sun" lagern hier 17.000 Tonnen radioaktiver Müll. Trotz der geringen Aussichten, das abgestürzte Flugzeug in dieser Umgebung zu finden, will die Familie von Sala nicht aufgeben.

Wie "Metro" berichtet, plant sie, einen privaten Suchtrupp zu engagieren. Zuvor hatte Salas Schwester Romino verzweifelt darum gebeten, dass die Rettungskräfte ihre Suche wieder aufnehmen sollten, und sagte unter Tränen, sie glaube, dass ihr Bruder "noch am Leben" sei.

Die argentinischen Fußballstars Lionel Messi, Diego Maradona und Sergio Aguero haben sich ebenfalls der Forderung angeschlossen, die Suche fortzusetzen. Mehr als 60.000 Menschen unterzeichneten eine Online-Petition.

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