Riesige Würgeschlange an Weser entdeckt: Wie kam sie da hin?

Emmerthal - Was für ein gruseliger Fund! Ein Sportangler entdeckte am Sonntagmorgen gegen 6.30 Uhr am Ufer der Weser bei Emmerthal eine dreieinhalb Meter lange Python.

Die Würgeschlange ist für Menschen gefährlich.
Die Würgeschlange ist für Menschen gefährlich.  © Polizei Hameln-Pyrmont/Holzminden

Nachdem er zuerst einen Anglerkollegen informiert hatte, rief der sofort die Polizei. Die alarmierten Beamten konnten zuerst gar nicht glauben, was sie da hörten. Als sie vor Ort waren, erkannten sie allerdings, dass dort tatsächlich eine riesige Würgeschlange am Ufer lag.

Daraufhin "wurde der Direktor des Tierparks Bad Pyrmont, Linus Kampe, hinzugerufen", wie ein Polizeisprecher berichtet. "Dieser fing den Python mit Hilfe der beiden Angler ein und brachte ihn zunächst im Tierpark Bad Pyrmont unter."

Die Würgeschlange kann für den Menschen durchaus gefährlich werden, wie Kampe hinterher erklärte. "Sofern sich der Python bedroht fühle, beiße er zunächst zu und würge seine Opfer dann zu Tode."

Wie groß die Gefahr im aktuellen Fall war, ist allerdings schwer zu sagen. Einer der Angler soll die Schlange sogar mit dem Schuh angestoßen haben, um zu testen, ob sie noch lebt. "Statt mit Angriff habe der Python jedoch mit Flucht darauf reagiert."

Die Tigerpython soll wohl aus einem Zirkus "ausgebrochen" sein, wie die Polizei nach einigen Ermittlungen feststellen konnte. Der gastierte in der letzten Woche auf den Weserwiesen in Emmerthal. Der Fundort lag nur etwa 250 Meter davon entfernt.

Erstaunlich: "Das Fehlen der Python wurde erst heute, nach einem Hinweis durch die Polizeistation Emmerthal bemerkt. Wie die Schlange entkommen konnte, ist unklar", so der Polizeisprecher.

Und weiter: "Nach Angaben eines Zirkusmitarbeiters bewohnt der Tigerpython eine Art 'Höhle' in einem der Zirkuswagen, welche nicht ohne Weiteres einsehbar ist. Da Schlangen dieser Größe nicht täglich gefüttert werden müssen, ist das Fehlen nicht sofort bemerkt worden."

Ein strafrechtlicher Verstoß läge nicht vor. Dennoch müsse der Zirkus jetzt mit einer Kontrolle vom zuständigen Veterinäramt rechnen.

Titelfoto: Polizei Hameln-Pyrmont/Holzminden


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0