Energie Cottbus zwischen Liga-Reformen und Abstiegskampf!

Cottbus - Nach zuletzt drei verlorenen Liga-Spielen will Energie Cottbus im Heimspiel gegen 1860 München den berühmt berüchtigten Bock umstoßen. Auch neben dem Platz sorgt der Verein für Schlagzeilen.

Claus-Dieter Wollitz fordert ein geschlossenes Auftreten seiner Mannschaft.
Claus-Dieter Wollitz fordert ein geschlossenes Auftreten seiner Mannschaft.  © DPA

Wer Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (53) auf der Pressekonferenz beobachtet hat, merkt schnell, dass der 53-Jährige den unbedingten Willen verkörpert.

Nachdem unter der Woche der komplette Mannschaftsrat ausgetauscht wurde und Stürmer Dimitar Rangelow zum neuen Kapitän ernannt wurde, fokussiert sich der Coach voll auf das schwere Heimspiel gegen 1860 München.

"Um es auf den Punkt zu bringen. Die Fehler müssen abgestellt werden."

Nach der enttäuschenden Niederlage in Meppen gibt Wollitz zu, dass die Mannschaft verunsichert ist: "Natürlich sind auch wir angespannt und nervös. Aber wir müssen mit der Situation ruhig und besonnen umgehen und analysieren. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, um Selbstbewusstsein zu tanken. Und das bekommst Du durch positive Ergebnisse."

Während die sportliche Krise auf dem heiligen Rasen des Stadions der Freundschaft beseitigt werden soll, muss Energie in der geplanten 3-Liga/Regionalliga Abstiegs-/Aufstiegs-/Liga-Reform für die gesamten NOFV-Interessen einstehen.

Energie als einziger Verein gegen die Liga-Reform-Pläne des DFB

Rainer Koch ist als Vize-Präsident des DFB für den Amateur-Bereich zuständig.
Rainer Koch ist als Vize-Präsident des DFB für den Amateur-Bereich zuständig.  © DPA

Die Fußball-Drittligisten haben sich fast einstimmig für einen Kompromiss bei der Abstiegsregelung und einer Neuordnung der Regionalligen ausgesprochen.

19 der 20 Clubs erklärten am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung, dass sie vier direkte Absteiger aus der Dritten Liga in Verbindung mit einer Reduzierung der Regionalligen von fünf auf vier mittragen würden. Damit würde dann der jeweilige Meister aufsteigen.

Darauf einigten sich die Vertreter der Dritten Liga im Rahmen ihrer turnusmäßigen Zusammenkunft, hieß es in der Mitteilung zur "emotional aufgeladenen Auf- und Abstiegsregelung nebst damit einhergehender Regionalliga-Reform".

"Positiv ist, dass Bewegung in die Diskussion gekommen ist und dass die Vertreter der 3. Liga konkret geworden sind", sagte Rainer Koch, der im Deutschen Fußball-Bund als Vizepräsident für den Amateurbereich zuständig ist.

Inhaltlich wollte er die Ergebnisse nicht bewerten, da die Vertreter der Regionalligen auch noch gleichberechtigt ihre Meinung einbringen müssten.

Unter den Drittligisten scherte einzig der FC Energie Cottbus aus. Der Verein lehne unter anderem die derzeit diskutierten Modelle mit vier Regionalligen ab.

Klubs aus der Nordostliga würden dem Norden und Süden zugeteilt. Cottbus wertete dies als einen deutlichen Nachteil für die im Gebiet des Nordostdeutschen Fußballverbandes beheimateten Vereine. Energie beklagte deutlich höhere Reisekosten, "wodurch dem Verein ein noch größerer Wettbewerbsnachteil gegenüber Vereinen beispielsweise aus der Staffel West entstehen würde".

Die anderen 19 Drittligisten würden den Kompromiss mittragen, da es aufgrund kollidierender Interessen keine optimale und alle Vereine und Verbände zufriedenstellende Lösung geben könne. Die Vereine forderten von den Verantwortlichen des Nordostdeutschen Verbandes ebenfalls die Zustimmung mit dem Ziel einer fairen Aufstiegsregelung.

"Unberührt hiervon bleibt die Notwendigkeit einer mittelfristigen Neustrukturierung unterhalb der 3. Liga", hieß es. Die derzeit diskutierte Aufstiegsneuregelung könne nur eine Zwischenlösung sein.


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