Energie Cottbus: Erst positiver Start in die 3. Liga, dann Transfers tätigen!

Cottbus - Vor dem schweren Auftaktspiel gegen Wehen Wiesbaden gibt es noch einige personelle Fragezeichen beim FC Energie Cottbus. Der Trainer hat klare Vorstellungen, der Verein klare Grenzen und beide wollen erst nach dem ersten Ligaspiel handeln.

Marc Stein verließ Energie Cottbus aus persönlichen Gründen.
Marc Stein verließ Energie Cottbus aus persönlichen Gründen.

Aktuell könnte es bei Energie besser laufen. Neben der angespannten Personalsituation ist der Weggang von Kapitän Marc Stein kaum zu kompensieren.

Um die Personalnot möglichst gering zu halten, forderte Trainer Claus-Dieter Wollitz sechs neue Spieler.

Obwohl die klamme Energie nicht mit dem Geld um sich schmeißen kann, wird dennoch alles mögliche getan, um das Personal aufzuwerten.

"Der Verein stellt dem Trainer ein ordentliches Budget zur Verfügung. Ich bin eher bei etwa drei Neuen. Dazu kommt das eingesparte Gehalt von Marc Stein, dann sind wir also bei vier Neuen", bremst Neu-Präsident Werner Fahle in einem Interview mit der "Lausitzer Rundschau".

"Wir sind bei einigen Personalien schon sehr weit, andere Spieler haben uns abgesagt.", so die letzte Wasserstands-Meldung der Transfer-Ausbeute vom Präsidenten.

Energie kann finanziell nicht im Fahrwasser der großen Drittliga-Vereine mit schwimmen. Allein aus finanzieller Sicht sind große Transfers nicht möglich.

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (53) und die Fans freuen sich auf den Pflichtspiel-Auftakt in 2019. (Symbolbild)
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (53) und die Fans freuen sich auf den Pflichtspiel-Auftakt in 2019. (Symbolbild)

Wir möchten Spieler haben, die aus dem Wettbewerb kommen. Sie sollen zu der Region passen, zu der Mannschaft passen und Bock haben, über den 30. Juni hinaus 3. Liga zu spielen", so das Anforderungsprofil des Trainers, das er auf der PK vor dem Wehen-Spiel verkündet.

Dass auf der Zugang-Seite noch was passieren muss, ist dem Verein bewusst. Energie ist derzeit vom Pech verfolgt. Wollitz fasst auf der PK passend zusammen: "Wenn ich die ganzen Verletzten aufzähle, ist die Zeit um. Es kommt eigentlich auch niemand zurück."

Besonders schwer wiegt der Ausfall von Maximilian Zimmer, der sich einen Kreuzbandriss zuzog und mehrere Monate ausfällt.

Im Sommer endet sein Vertrag, jedoch lässt ihn Wollitz nicht fallen: "Um ihm die Sicherheit und die Ruhe zu geben. Wir warten jetzt die Transferperiode ab und setzen uns im Februar hin. Da gibt es nichts groß zu verhandeln oder zu diskutieren, nur zu unterschreiben."

Bezüglich des Gegners sagte der Trainer nicht viel. Viel mehr setzte er den Fokus auf das eigene Spiel: "Wir müssen das Spiel annehmen, als wäre es unser letztes. Wir werden nichts unversucht lassen."

Wollitz wirkt motiviert, kampfeslustig und schwört nochmals seine Mannschaft auf die harte Restsaison ein: "Ich sage seit mehreren Monaten: In der Rückrunde geht die Brutalität des Abstiegskampfes noch in eine andere Dimension."

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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