Cottbuser 3:2-Sieg in Halle: Energie der große Gewinner im Abstiegs-Rennen!

Cottbus - Als ausgerechnet Jose Matuwila den umjubelten Siegtreffer in der Nachspielzeit köpfte, brachen alle Dämme. Energie schöpft nach dem glücklichen Auswärtssieg beim Halleschen FC wieder Mut im Abstiegskampf und will nun den Tabellenführer ärgern.

Jose Matuwila erzielte den goldenen Treffer in der Nachspielzeit.
Jose Matuwila erzielte den goldenen Treffer in der Nachspielzeit.  © DPA

"Das ist einfach der Wahnsinn gewesen. Wir haben so eine bärenstarke Mannschaftsleistung abgeliefert und haben zwei unglückliche Rückstände ausgeglichen", sagte der sichtlich erschöpfte und gleichzeitig fröhliche Jose Matuwila.

Noch vor paar Wochen wurde der Innenverteidiger in Großaspach von SGS-Fans rassistisch beschimpft.

Seine Mannschaft baute den 27-Jährigen nach den fürchterlichen Vorfällen wieder auf und pushte ihn zur Höchstleistung. Nun entschied er mit seinem Treffer das enge Auswärtsspiel in Halle.

Nach seinem Lucky-Punch stellte er vor allem den Teamgeist in den Vordergrund: "Der Charakter unserer Mannschaft hat sich heute wieder einmal gezeigt. Jeder kämpft für den anderen und keiner gibt auf, auch nicht in der letzten Minute."

Claus-Dieter Wollitz zeigte sich nach dem Spiel durchaus glücklich: "Hätte Halle gewonnen, hätten wir uns nicht ärgern dürfen. Jetzt haben wir gewonnen und das ist, glaube ich, auch nicht unverdient." Besonders der Defensiv-Verbund verhinderte weitere Gegentore des Aufstiegskandidaten aus Halle, sodass Matuwila noch den goldenen Schlusspunkten setzen konnte.

Keine Zeit für Feierei: Claus-Dieter Wollitz setzt schon den Fokus auf das Karlsruhe-Spiel.
Keine Zeit für Feierei: Claus-Dieter Wollitz setzt schon den Fokus auf das Karlsruhe-Spiel.  © DPA

Neben der guten Teamleistung prägte eine ganz besondere Prise Fortune den Energie-Erfolg, wie Wollitz zugibt: "Wir hatten das nötige Quäntchen Glück, das du auch brauchst, um mit drei Punkten nach Hause zu fahren."

Trotz aller Freude über den wichtigen Auswärtsdreier setzt der Trainer schon wieder den Fokus für die kommenden Tage.

"Wir müssen auch dieses Spiel abhaken, regenerieren und am Sonntag versuchen den nächsten Dreier vor eigenen Publikum einzufahren, was absolut möglichst ist, unabhängig von der Tabellensituation."

Denn zum Wochenende kommt der Tabellenführer aus Karlsruhe in das Stadion der Freundschaft. Der KSC verlor in der englischen Woche überraschend im Wildpark mit 0:3 gegen das Schlusslicht aus Aalen.

Das Momentum liegt nun bei Energie Cottbus! Mit dem wichtigen Dreier sind die Cottbuser nun mit der über dem Strich stehenden SG Sonnenhof Großaspach punktgleich, bei einem Spiel weniger.

Torschütze Matuwila manifestiert: "Wir dürfen uns nicht ausruhen. Wir haben noch elf Spiele und benötigen noch viele Punkte für den Klassenerhalt. Jetzt müssen wir schnell regenerieren und am Sonntag kommt der KSC."


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