Nach Horror-Verletzung: "Ich habe noch nie einen Menschen so schreien hören"

Berlin - Auch zwei Tage nach der Horror-Verletzung von Paul Gehrmann sitzt der Schock bei Energie Cottbus noch immer tief. Der Mittelfeldspieler war am Montag im Training mit einem Teamkollegen zusammengestoßen und hatte sich dabei schwer verletzt.

Paul Gehrmann (l) hatte sich im Training schwer verletzt.
Paul Gehrmann (l) hatte sich im Training schwer verletzt.  © homas Eisenhuth/dpa-Zentralbild/dpa, Robert Michae

Die Vermutung eines "komplizierten Schien- und Wadenbeinbruchs" bestätigte sich zwar nicht, dennoch rechnet der Verein durch mehrere Brüche im Bereich des Knöchels und einige Bänderrisse mit mindestens sechs Monaten Pause.

"Ich habe noch nie einen Menschen so schreien hören!", erzählte Energie-Coach Pele Wollitz bei der Pressekonferenz am Mittwoch. "Die Spieler, die draußen auf dem Trainingsplatz waren, waren kreidebleich. Als Paul nach zwei Stunden endlich mit dem Krankenwagen vom Platz gefahren wurde, musste ich mich übergeben."

Der Trainer wird die Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommen, ebenso wenig wie seine Spieler. "Es war still. Niemand hat etwas gesagt. Alle waren schockiert." Der 24-Jährige kam zunächst auf die Intensivstation, wurde aber später in den Normalbereich verlegt. Als sein Trainer ihn noch am Montag besucht habe, ginge es ihm schon etwas besser.

Der defensive Mittelfeldspieler absolvierte in dieser Saison fünf Spiele für den Regionalligisten, viele werden wohl nicht mehr hinzukommen, auch wenn weiterhin unklar ist, wie lange Gehrmann ausfällt. "Wenn die Schwellung im Knöchel abgeklungen ist, kann er vielleicht am Freitag operiert werden."

Nach der schweren Verletzung war an Training nicht mehr zu denken. Nun gilt der Fokus aber dem nächsten Spiel. Am Freitag (17 Uhr) müssen die Lausitzer beim Berliner AK ran.


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