Verrücktes Topspiel: Energie Cottbus punktet nach 0:2-Rückstand gegen Lok Leipzig

Cottbus - Was für ein tolles Spitzenspiel! Energie Cottbus ist beim Trainer-Debüt von Sebastian Abt nach einem 0:2-Halbzeitrückstand gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig noch zurückgekommen und hat am späten Samstagnachmittag ein 2:2-Remis eingefahren. Vor 9544 Zuschauern im Stadion der Freundschaft trafen David Urban (8.) und Paul Schinke (19.) für die Gäste, Felix Brügmann (52./82.) gelangen die Treffer zum Ausgleich.

Zuerst konnten die Leipziger über eine 2:0-Halbzeitführung jubeln.
Zuerst konnten die Leipziger über eine 2:0-Halbzeitführung jubeln.  © Imago Images/Steffen Beyer

Für die beiden in den 60ern gegründeten Vereine ging es um viel. Beide konnten die Tabellenführung in der Regionalliga Nordost erobern. Nur die berechtigt am Ende der Saison zur Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga.

Nach dem 3:2-Hinrundensieg nach 0:2-Rückstand wollten vor allem die Cottbuser Wiedergutmachung, kamen aber nicht sehr dominant in die Partie.

Bereits in der 2. Minute wurde Sascha Pfeffer mit einem Lupfer im Strafraum angespielt, holte den Ball runter, zog mit links ab, doch Keeper Toni Stahl konnte zur Ecke ablenken.

Dann gab es Freistoß für Lok aus 17 Metern in zentraler Position, nachdem Robert Müller Gegenspieler Matthias Steinborn ins Gesicht gelangt hatte. Zwei Mann standen da, doch von hinten kam David Urban angerannt, der mit viel Gewalt flach an der hochspringenden Mauer vorbei in die Maschen schoss. Stahl war ohne Chance - 0:1 (8.).

Die nächste Chance gehörte Loks Ex-Spieler Felix Brügmann, der den Zweikampf mit Urban im Sechzehner gewann, den Ball aber über die Latte hob (15.).

Und plötzlich stand es 0:2: Ein Kopfball in der Box fand Schinke, der Jan Koch vom Spielgerät fernhalten und den Ball mit viel Gefühl am herausstürmenden Stahl vorbei in den Kasten hob - 0:2 (19.).

Dann wieder Cottbus: Einen strammen Schuss von Moritz Broschinski von halbrechts konnte Leon Heynke zur Ecke blocken. Schinke gehörte die letzte Chance in der ersten Halbzeit, der nach einem Konter aber geschickt von Trainer-Sohn Patrick Wolf nur das Außennetz traf (38.).

Cottbus gelingt das Comeback - Kein Sieger im Spitzenspiel

Felix Brügmann erzielte beide Treffer zum 2:2-Ausgleich. (Archivbild)
Felix Brügmann erzielte beide Treffer zum 2:2-Ausgleich. (Archivbild)  © Picture Point/R. Petzsche

Trainer Sebastian Abt hatte seinen Cottbusern anscheinend ordentlich Feuer unterm Hintern gemacht, so wie die aus der Kabine kamen.

Wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich das Spitzenspiel zum echten Krimi. Der eingewechselte Berkan Taz brachte einen Freistoß in den Strafraum, der Brügmann fand und der Ex-Leipziger schaffte den Anschluss - 1:2 (52.).

Danach waren die Sachsen fast vollständig abgemeldet, die Hausherren wollten und drängten auf den Ausgleich, der in einigen Situationen durchaus drin gewesen wäre.

Unter anderem in der 63. Minute, als sich Cottbus-Legende Dimitar Rangelov auf dem linken Flügel um seinen Gegenspieler drehte, vor den Kasten flankte, aber Lok-Keeper Fabian Guderitz konnte den Ball vor Brügmann festhalten.

Der FCE blieb zwar am Drücker, doch auch Lok hatte noch ein Wörtchen mitzureden. Pfeffer mit einem ordentlichen Schuss, der jedoch knapp am rechten Pfosten vorbeiflog (78.).

Und wie im Hinspiel gelang einer Mannschaft nach 0:2 noch das Comeback, diesmal Cottbus: Dominik Pelivan flankte von links vors Tor, Brügmann kam noch mit der Fußspitze ran, Guderitz war geschlagen - 2:2 (82.). Gleichzeitig der Endstand.

Für den FCL geht es nächste Woche Sonntag ab 13.30 Uhr gegen den VfB Auerbach weiter, während Cottbus zeitgleich die Berliner Viktoria empfängt.

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