Rückendeckung für Wollitz: Energie-Trainer würde auch bei Abstieg bleiben

Cottbus - Der FC Energie Cottbus steht vor einem richtungsweisenden Wochenende. Die Lausitzer brauchen in Großaspach unbedingt drei Punkte. Mit einem Sieg soll die Rettung eingeleitet werden - immerhin beträgt der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen schon fünf Punkte.

Keine Zeit für Feierei: Claus-Dieter Wollitz setzt schon den Fokus auf das kommende Drittliga-Spiel.
Keine Zeit für Feierei: Claus-Dieter Wollitz setzt schon den Fokus auf das kommende Drittliga-Spiel.  © DPA

Das Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach fühlt sich schon wie eine letzte Chance an. Zuletzt hagelte es vier Pleiten in Serie. Energie rutschte auf den vorletzten Platz ab.

Rückenwind für den unter Druck stehenden Coach Pele Wollitz vor der so wichtigen Partie gegen den Tabellen-Sechzehnten gab es von Energie-Präsident Werner Fahle.

"Pele Wollitz ist unser Mann und wir stehen als Vorstand zu ihm", erklärte Fahle trotz der jüngsten Niederlagen-Serie des Aufsteigers. Sollten die Lausitzer am Ende der Saison wieder den Gang in die Regionalliga antreten müssen, will Wollitz die Mannschaft weiterhin trainieren.

Gegenüber dem rbb wies der 53-Jährige auf seinen laufenden Vertrag hin, der auch für die 4. Liga gelte. Und er habe "keine Absicht, den nicht zu erfüllen". Bei einem Treff mit den Spielern vor dem Training am Donnerstag hatte Präsident Fahle den Eindruck gewonnen, dass "die Mannschaft nach wie vor zum Trainer steht."

Selbstkritisch ging Wollitz mit der Situation vor Saison-Beginn um. "Den einzigen Vorwurf, den ich mir machen muss, ist, im vorigen Sommer nicht auf mehr Verstärkungen gedrängt zu haben", sagte der 53-Jährige und verwies zugleich auf die latent schwierige finanzielle Lage der Lausitzer.

Mit Daniel Stanese und Abdelkadir Beyazit wurden lediglich zwei neue Profis geholt - beide stehen wegen langwieriger Verletzungen schon Monate nicht zur Verfügung. Die komplette Integration des Ende Januar 2019 geholten Quartetts verlange dagegen Zeit. "Innerlich bin ich am Weinen, wie sich unsere Lage derzeit darstellt", bekannte Wollitz.

Trotz sieben verletzten Spielern zeigte sich der Trainer jedoch zuversichtlich, die Misere im März beenden zu können.: "Wir brauchen nur einen vollen Erfolg. Der würde bei uns viel verändern. Bei uns gibt keiner auf".


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