"Inferno Cottbus" noch aktiv? Energie-Fans von Rechtsextremen unter Druck gesetzt

Cottbus - Offenbar dominiert eine rechtsextreme Fangruppe die Fanszene des Fußball-Drittligisten FC Energie Cottbus.

In den Energie-Heimspielen soll auf Druck einer rechtsextremen Ultragruppierung nur noch die Fahne mit der Aufschrift "Betriebssportgemeinschaft Energie Cottbus seit 1966 " im Fanblock hängen.
In den Energie-Heimspielen soll auf Druck einer rechtsextremen Ultragruppierung nur noch die Fahne mit der Aufschrift "Betriebssportgemeinschaft Energie Cottbus seit 1966 " im Fanblock hängen.  © Imago

Dies geht aus Recherchen des RBB hervor. Der Verein kündigte an, dass sich am 6. März ein Runder Tisch mit Vertretern der Polizei und des Verfassungsschutzes um die Fan-Problematik kümmern wird.

"Im Moment haben wir wegen der noch laufenden Transferperiode keine Zeit, um uns damit aktuell zu beschäftigen. Das Sportliche hat zunächst Vorrang. Aber in zwei Tagen werden wir uns damit befassen", erklärte am Mittwoch Vereins-Sprecher Stefan Scharfenberg-Hecht der Deutschen Presse-Agentur und verwies darauf, "dass wir uns stets von Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Rechtsextremismus distanziert haben".

Nach Recherchen des Senders RBB habe die vor zwei Jahren aufgelöste Ultragruppierung "Inferno Cottbus" weiter großen Einfluss und schüchtere andere Anhängergruppen auch unter Androhung von Gewalt ein. In den Heimspielen hänge auf deren Druck nur noch eine riesige Fahne im Fanblock mit der Aufschrift "Betriebssportgemeinschaft Energie Cottbus seit 1966 ".

Für den Fan-Forscher Robert Claus sei die Verdrängung anderer Fahnen "das Ergebnis dieser Machtdemonstration von 'Inferno Cottbus'".

Stehen die Cottbus-Fans tatsächlich unter dem Einfluss der bereits vor zwei Jahren aufgelösten Ultragruppierung "Inferno Cottbus"?
Stehen die Cottbus-Fans tatsächlich unter dem Einfluss der bereits vor zwei Jahren aufgelösten Ultragruppierung "Inferno Cottbus"?  © DPA

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