Kurs auf Zukunft: Französischer Öko-Katamaran macht in diesem deutschen Hafen fest

Hamburg - Die "Energy Observer" ist der Beweis: Es braucht keinen CO2-Ausstoß, um über die Weltmeere zu schippern.

Das wasserstoffbetriebene Elektroboot "Energy Observer" läuft in den Hamburger Hafen ein. Im Hintergrund ist die Elbphilharmonie zu sehen.
Das wasserstoffbetriebene Elektroboot "Energy Observer" läuft in den Hamburger Hafen ein. Im Hintergrund ist die Elbphilharmonie zu sehen.  © DPA

Während seiner Weltumrundung hat die Crew bereits am Donnerstagmittag den Hamburger Traditionsschiffhafen am Sandtorkai in Hamburg angesteuert. Das wasserstoffbetriebene Elektroboot schipperte zuvor gut sichtbar die Elbe bis zur Ankunft im Hamburger Hafen hinunter.

Der Grund: Das französische Projekt "Energy Observer" will mit Hilfe des gleichnamigen Katamarans für besseren Klimaschutz in der Schifffahrt werben.

Der 30 Meter lange und knapp 13 Meter breite Katamaran soll in der Lage sein, aus Meerwasser eigenen Wasserstoff herzustellen und fährt somit ohne Ausstoß von Treibhausgasen und Feinstaub.

Das Schiff ist mit einer Solaranlage, Wasserstofftanks und zwei Windturbinen ausgestattet, berichtet der NDR.

Der französische Präsident Emmanuel Macron habe sogar ganz offiziell die Schirmherrschaft für das moderne, wissenschaftliche Projekt übernommen. Der Name "Energy Observer" meint auf Deutsch so viel wie "Energie Ermittler" und spielt auf die Untersuchung zukunftsträchtiger Treibstoffe an.

Die "Energy Observer" fährt vor dem Airbus Werk in Hamburg-Finkenwerder auf der Elbe. Der Katamaran ist in der Lage, aus Meerwasser eigenen Wasserstoff herzustellen und fährt somit ohne Ausstoß von Treibhausgasen und Feinstaub.
Die "Energy Observer" fährt vor dem Airbus Werk in Hamburg-Finkenwerder auf der Elbe. Der Katamaran ist in der Lage, aus Meerwasser eigenen Wasserstoff herzustellen und fährt somit ohne Ausstoß von Treibhausgasen und Feinstaub.  © DPA

Ziel dieser abenteuerlichen Reise für eine bessere Zukunft ist es, die neuen Energien auch unter extremen Bedingungen zu testen. Außerdem sollen die Technologien an Bord des schwimmenden Labors noch optimiert werden.

Vor allem die Kombination der drei verschiedenen, erneuerbaren Energiequellen (Wasserkraft, Wind, Sonne), die den Katamaran antreiben, sowie zwei Energiespeicher (Wasserstoff und Batterie) werden an Bord getestet.

Dafür fährt der Katamaran 101 Häfen in 50 Ländern innerhalb von sechs Jahren an. Los ging die Wissenschaftsfahrt im Juli 2017 in Paris, Frankreich. Das Schiff wird wohl noch bis 2022 unterwegs sein.

Während des Stopps im Hamburger Hafen war auch ein Besuch von Hamburgs Senator für Umwelt und Energie, Jens Kerstan (Bündnis90/DieGrünen), vorgesehen, der den Wasserstoff-Katamaran besichtigen wollte.

Laut dem NDR-Bericht wird der Katamaran aktuell noch bis zum Sonntag nächster Woche in der Hamburger Hafencity liegen. Neugierige finden zu dem Projekt eine Ausstellung auf den Magellan-Terrassen. Wer gerade nicht im Norden unterwegs ist, kann die Reise live im Internet verfolgen.

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