Bahn statt Auto: Flughafen BER setzt auf öffentlichen Nahverkehr

Ein Auto fährt auf der Zufahrtsstraße des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) neben dem S-Bahntunnel.
Ein Auto fährt auf der Zufahrtsstraße des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) neben dem S-Bahntunnel.  © DPA

Potsdam - Die Berliner Flughafengesellschaft setzt beim neuen Großflughafen stark auf den öffentlichen Nahverkehr.

Rund Zweidrittel des Verkehrs solle darüber abgewickelt werden, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup (61) im Sonderausschuss des brandenburgischen Landtags zum BER in Potsdam.

Es werde am Flughafen eine attraktive Schienenanbindung mit sechs Bahnsteigen geben. Neben ICEs sollen auch Regionalbahnen und S-Bahnen halten. Dies sei auch notwendig, weil die Straßenanbindung Richtung Berlin nicht beliebig erweiterbar sei. Auch am bisherigen Flughafen Schönefeld werde vor allem der ÖPNV genutzt.

Der CDU-Abgeordnete Rainer Genilke (49) bezweifelte im Ausschuss, dass die Bahn so viele Passagiere übernehmen werde. Dies würde nach seinen Informationen fast 1000 Züge pro Tag oder mehr als 40 Züge in der Stunde bedeuten. In Frankfurt/Main sei der ÖPNV-Anteil deutlich niedriger.

In der Ausschusssitzung bekräftigte Lütke Daldrup zudem, dass am 15. Dezember ein neuer Eröffnungstermin genannt werden solle. Die Inbetriebnahme des Großprojekts hat sich immer wieder verzögert.

Lütke Daldrup sagte, nicht nur für den Flughafen, sondern auch für Partner wie etwa Airlines sei es wichtig, eine verlässliche Perspektive zu haben.

Titelfoto: DPA


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