Mutter fällt nach Geburt ins Koma: Als sie aufwacht, denkt sie, sie ist 13 Jahre alt

Shannon (22) musste nach ihrer Geburt ins Koma versetzt werden.
Shannon (22) musste nach ihrer Geburt ins Koma versetzt werden.  © 123RF

Cwmbran/England - Ihre Geburt endete in einer Tragödie: Shannon E. aus England war gerade dabei einen kleinen Jungen auf die Welt zu bringen, als ihr Herz plötzlich aufhörte zu schlagen und sie anfing, stark zu bluten. Ärzte versetzten sie daraufhin in ein Koma, um ihr Leben zu retten. Doch ihre Familie hatte nicht erwartet, was in den nächsten Tagen passieren wird...

Denn als die 22-Jährige nach insgesamt zwei Wochen wieder aufwachte, konnte sich Shannon scheinbar an fast nichts mehr erinnern.

Sie wusste weder, dass sie Mutter von zwei Kindern ist, noch dass sie sich verlobt hatte. Und noch schlimmer: Sie dachte, dass sie 13 Jahre alt wäre. "Sie hatte keine Ahnung wer ihr Verlobter ist und wollte uns nicht glauben, dass sie zwei Kinder hatte."

Ihre Mutter erklärt traurig: "Wir gingen an diesem Tag im September ins Krankenhaus, um mit einem neuen Baby nach Hause zu kommen . Aber jetzt ist es so, als hätten wir noch ein Kind." Denn Shannon braucht ab sofort sehr viel Pflege.

Während der Geburt erlitt die Engländerin eine Fruchtwasserembolie. Bei dieser Sonderform einer Embolie dringt Fruchtwasser über die Gebärmutter in den Kreislauf der Betroffenen ein. Der Vorfall verläuft oft tödlich. Frauen, die es überleben, erleiden häufig Hirnschäden - so leider auch Shannon.

"Es war, als hätte sie ihr ganzes Leben vergessen", meint ihre Mutter Nicola. Shannon lebt nach ihrem sechswöchigen Krankenhaus-Aufenthalt laut Daily Mail wieder bei ihren Eltern. Die Hirnverletzung hat sie fast blind gemacht, sie erkennt nur noch Umrisse von Gegenständen und Lebewesen.

Ganz langsam beginnt sich die 22-Jährige zumindest an ihre dreijährige Tochter zu erinnern. "Die Beziehung zu ihrem neu geborenen Sohn Nico ist schwierig, weil sie keine Erinnerung hat, schwanger gewesen zu sein." Mit einer intensiven Physiotherapie will man Shannon jetzt helfen, wieder die alltäglichen Dinge zu erlernen. Denn auch das Laufen oder Essen fällt ihr schwer. Sie wird noch einige Zeit auf einen Rollstuhl angewiesen sein und eigentlich immer Hilfe brauchen.

Der größte Wunsch ihrer Eltern ist aber derzeit, dass die junge Familie wieder zusammengeführt wird. Denn derzeit wohnt Shannon etwa eine halbe Stunde von ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern entfernt. "Unser Ziel ist es, ein Zuhause für sie zu finden, damit sie so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen können", meint Mutter Nicola.

Titelfoto: 123RF


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