Experiment macht fassungslos: So einfach kann man eine Bastel-Bombe bei Amazon bestellen!

Ein Redakteur der Zeitschrift "The Sun" bestellte sich jetzt ganz einfach alle Zutaten für eine Bombe. (Symbolbild)
Ein Redakteur der Zeitschrift "The Sun" bestellte sich jetzt ganz einfach alle Zutaten für eine Bombe. (Symbolbild)  ©  Susann Prautsch/dpa (Symbolbild)

England - Unterstützt der Milliarden-Konzern Amazon etwa Terrorismus? Das behauptet jetzt ein britischer Abgeordneter.

Denn ein waghalsiger Versuch in England zeigt, Amazon hat nichts gegen ungewöhnliche Bestellungen unternommen. Die Zeitschrift "The Sun" wagte jetzt dieses Experiment.

Ein Redakteur bestellte in einem einzelnen Warenkorb-Vorgang, Zutaten für eine Splitterbombe, ähnlich der Bombe, die bei dem Anschlag in Manchester 22 Menschen tötete.

Unter den Zutaten waren beispielsweise eine Peroxid-Lösung, Nägel, Batterien, ein Wecker und noch viele weitere Bestandteile. "The Sun" entschied sich aber, aufgrund von Nachahmern, nicht alle Zutaten öffentlich zu machen.

Mit der Versanddienst-Option Prime war die Bastelbomben-Lieferung dann auch schon bald angekommen. Keine Bedenken oder Einwände seitens Amazon. Das Komplett-Paket kostete lediglich umgerechnet 108 Euro.

Ein Bombenexperte ist fassungslos: "Die Tatsache, dass 'The Sun' alle diese Sachen zusammen bestellen konnte, ist wirklich beängstigend. Mit solchen laschen Sicherheitsvorkehrungen kann Amazon als bester Freund des Terrors betrachtet werden."

Bestellt wurden die Sachen mit einem Account, der erst kurz zuvor angelegt wurde. Geliefert wurden die explosiven Stoffe dann an eine Packtstation.

Der britische Abgeordnete Alec Shelbrooke ist ebenfalls empört. Er sagt: "Es zeigt wieder einmal, dass Internetfirmen nicht den Regeln folgen. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass Amazon Terrorismus hilft und begünstigt."

Ein Sprecher von Amazon verweist darauf, dass diese Dinge legal seien und auch überall anders erhältlich seien. Gleichzeitig verspricht das Unternehmen eine weitere Zusammenarbeit mit der Polizei, um Ermittlungen zu unterstützen.

Titelfoto: Susann Prautsch/dpa (Symbolbild)


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