Mutter fleht: Bringt mir meinen toten Sohn zurück!

Der 21 Monate alte Ben verschwand 1991 in  Griechenland, seine Mutter sucht seitdem nach ihrem Sohn.
Der 21 Monate alte Ben verschwand 1991 in Griechenland, seine Mutter sucht seitdem nach ihrem Sohn.  © www.helpfindben.co.uk

Sheffield – Seit fast 26 Jahren durchlebt Kerry Needham die Hölle. Am 24. Juli 1991 verschwand ihr geliebter Sohn Ben (21 Monate) während eines Griechenlandaufenthalts auf der Insel Kos.

Sie war mit ihrem Liebling die Großeltern besuchen, die in dem Dorf Iraklise lebten. Was am Tag des Verschwindens von Ben genau geschah, weiß bis heute niemand. Klar ist nur, dass die Mutter zum Arbeiten in ein Hotel ging und Ben währenddessen bei Oma und Opa blieb.

Er spielte vor dem Haus, während des Mittagessens ließen ihn die Großeltern kurz aus den Augen. Als sie wieder nach ihm schauten, war er spurlos verschwunden. Sie suchten fieberhaft die Umgebung ab - Nichts. Auch die Polizei fand den Jungen nicht.

Die letzte Spur verliert sich in einem Geschäft des Dorfes. Dessen Inhaber hat Ben angeblich am Abend seines Verschwindens in Begleitung eines älteren Jungen gesehen. Doch dieser Hinweis brachte die Ermittler auch nicht weiter.

Bens Familie war lange davon überzeugt, dass er entführt wurde, um ihn dann als Adoptivkind zu verkaufen. Seitdem setzt sie alle Hebel in Bewegung, um ihren Sohn doch noch wieder zu finden. Sie hat eine Homepage, sucht bei Facebook, Twitter und YouTube. Doch alles ohne Erfolg.

Mutter Kerry blieben von ihrem Ben nur Erinnerungsfotos. Er wäre vor wenigen Wochen 28 Jahre alt geworden.
Mutter Kerry blieben von ihrem Ben nur Erinnerungsfotos. Er wäre vor wenigen Wochen 28 Jahre alt geworden.  © www.helpfindben.co.uk

Schließlich kam in den vergangenen Monaten die traurige Information, die den nagenden Verdacht zur Gewissheit machte.

Anfang 2017 werteten englische Ermittler neue Spuren aus und kamen zu dem Ergebnis, dass Ben am Tag seines Verschwindens bei einem Unfall ums Leben gekommen sein muss. Er wurde offenbar von einem Bagger überfahren, dessen Fahrer inzwischen aber auch gestorben sei. Die Leiche des Jungen ließ er wohl verschwinden. Diese Gewissheit ließ das letzte Fünkchen Hoffnungen erlöschen, die Welt stürzte für Bens Familie ein.

Jetzt appelliert Bens Mutter bei Facebook eindringlich an mögliche Mitwisser, denn sie will die sterblichen Überreste ihres Jungen nach England bringen lassen. "Jemand da draußen weiß etwas. Du denkst vielleicht, es ist nicht wichtig, es könnte nur ein beiläufig fallen gelassenes Wort sein, was du gehört hast, aber vielleicht ist genau die entscheidende Information, die hilft, Ben nach Hause zu bringen", schreibt sie.

"Bitte lass 2018 nicht zu einem weiteren Jahr werden, in dem Ben nicht zu Hause ist", beendet sie ihren Facebook-Appell.

Titelfoto: www.helpfindben.co.uk


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