Mit Fleisch beworfen: veganer Schuljunge (12) erhängt sich

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England/Hertfordshire - Weil er kein Fleisch aß. Das Mobbing eines 12-Jährigen Veganers endete in einer Tragödie. Als seine Mitschüler ihn mit Fleisch bewarfen, beschloss Louie, sich daheim das Leben zu nehmen. Er erhängte sich.

Wie The Sun berichtet, sagte Louies Mutter Catherine Fenton beim Hertforshire Gericht aus, dass ihr Sohn regelmäßig gemobbt wurde, seit er in die Richard Hale School kam. "Immer wieder musste er zum Vertrauenslehrer und er fing an, sich selbst zu verletzen."

Als die Schulkameraden sahen, dass Louie kein Fleisch in der Kantine aß, begannen sie, Fleisch nach ihm zu werfen. Stets hat die Mutter versucht, mit der Schulleitung über die Vorfälle zu sprechen und darüber, dass endlich etwas dagegen unternommen wird. Doch das Mobbing hielt an.

Die Familie ist in tiefer Trauer und Wut. "In gewisser Weise war Louie sehr aufgeweckt und seinen Jahren voraus. Zugleich war er jedoch unser frecher, lebensfroher Sohn, dem die Welt alle Möglichkeiten bot, sie zu entdecken und Abenteuer zu erleben."

Dominika Piasecka, Sprechführerin der Vegan Society, sagte, dass sie und ihre Gemeinschaft erschüttert über den Tod des Jungen sind: "Traurigerweise können Schulkinder wegen allem gemobbt werden. Dafür, dass sie eine Brille tragen, ihrer Haarfarbe, ihrem sozialen Status und so weiter - Veganismus ist nur ein weitere Streitpunkt."

Die Familie sammelt nun Spendengelder in Erinnerung an Louie. Diese sollen an die SEA LIFE Trust Organisation gehen.

Bei Notfällen kann man sich hier hinwenden. Notfall-Seelsorge (auch Suizid-Prävention): Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste: 0800 - 111 0 111 (ev.) 0800 - 111 0 222 (rk.) 0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche).

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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