Deshalb fotografiert ein Vater seine sterbende Tochter

Andy Whelan und Nicki Prendergast mit ihrer Tochter Jessica (4). 
Andy Whelan und Nicki Prendergast mit ihrer Tochter Jessica (4). 

England - Jessica ist erst vier Jahre alt und durchlebt schon jetzt die Hölle auf Erden. Das kleine Mädchen hat Krebs. Eigentlich sollte sie schon längst geheilt sein, doch Ärzte machten bei ihr jetzt eine schreckliche Entdeckung.

Seit 12 Monaten kämpft Jessica Whelan gegen den verdammten Krebs. Ein sogenanntes Neuroblastom hat nicht mehr viel von dem Mädchen übrig gelassen und quälte es Monate lang mit unglaublichen Schmerzen.

Trotzdem überstand die Kleine tapfer die harte Zeit der Chemotherapie und galt bereits als geheilt. Doch dann der Schock: Wenige Wochen vor ihrer Entlassung hatte Jessica plötzlich nachts wahnsinnige Bauchschmerzen. 

Ärzte fanden bei der Untersuchung einen Tumor in ihrem Bauch, dem selbst die Chemotherapie nichts anhaben konnte. Im Gegenteil: Anstatt zu schrumpfen, griff der Krebs nun auch andere Körperteile an.

Die Vierjährige kämpft seit Monaten gegen Krebs.
Die Vierjährige kämpft seit Monaten gegen Krebs.

"Obwohl es Jessica nach der Therapie gut ging, hatte sich ihr Krebs weiter verbreitet. Es gab nur wenige bzw. keine Behandlungsmöglichkeiten", schreibt ihr Vater in einem bewegenden Facebook-Post.

"Wir mussten uns entscheiden, ob wir die Behandlung fortsetzten oder die Zeit, die ihr noch bleibt, als normales Leben gestalten."

Am 12. Oktober brachen ihre Eltern die Therapie laut Daily Mail schließlich ab. Die Ärzte gaben Jessica nur noch wenige Wochen. "Die Nachricht fühlte sich an, als würde mir jemand das Herz aus der Brust reißen, während ein anderer meine Luft aus den Lungen saugt", erinnert sich Andy.

Der Fotograf schoss in Stunden der Angst und des Schmerzes ein Foto von seiner Tochter. "Dies ist das schwerste Foto, das ich je gemacht habe." Und wirklich: Man kann seinen Blick nicht so schnell von dem Bild abwenden. 

"Es ist der Anblick der Blutgefäße, die sich durch ihre Haut drücken, eine einzelne Träne, die ihre Wange hinabläuft, ihr Körper, der verkrampft nach Linderung lechzt und ihr Gesicht, das vor Schmerzen verzerrt ist."

Andy hofft, dass er durch die Veröffentlichung des Fotos andere Eltern vor demselben traurigen Schicksal bewahren kann. "Wenn dieses Foto dazu dient, dass Leute zweimal über dieses Übel nachdenken, dann hat es seinen Zweck erreicht. Wir brauchen mehr Forschung und es müssen Kuren gefunden werden."