Mann beißt Aggro-Hund, um seinen besten Freund zu retten

Ein Jack Russel Terrier war das Opfer der beiden Aggro-Hunde.
Ein Jack Russel Terrier war das Opfer der beiden Aggro-Hunde.  © 123RF

London - Bobby, der elfjährige Jack-Russel-Terrier-Mischling, ist Familienhund und bester Freund seines Herrchens John Wood (65). Als sie vor einigen Tagen zusammen Gassi gingen, wurde sein kleiner Freund plötzlich von zwei großen Hunden angefallen.

Ein Rottweiler und ein großer weißer Hund waren nicht angeleint unterwegs und stürzten sich auf den kleinen Mischlingshund von John. Der versuchte sich nach Kräften zu wehren, hatte aber keine Chance, als der weiße ihn in den Nacken biss, war für John Wood klar, dies bedeutet das Ende für Bobby, wenn er nichts tut. Er schlug mit einem Stock auf den Angreifer ein, doch der ließ nicht los.

"Dann wusste ich keinen anderen Ausweg als zuzubeißen, ich biss dem Hund ins Maul, die Lefzen und die Nase. Bestimmt zehn Sekunden lang biss ich immer wieder kräftig zu", erinnert er sich im Newsportal Metro.

Schließlich ließ der große Hund los und rannte davon. Offenbar war der Schmerz doch zu groß. Was für ein Glück, denn er hätte sich in seiner Wut über die Schmerzen auch auf den Mann stürzen können.

Die alarmierte Polizei erklärte ihm, dass es nicht möglich sei, etwas gegen die Hunde zu unternehmen, da es sich um einen Hund-gegen-Hund-Angriff handelte. Doch John ist besorgt, dass die Besitzerin, eine junge Frau, ihre Hunde auch künftig nicht unter Kontrolle hat.

En aggressiver Hund hatte sich in den Begleiter von John verbissen (Symbolbild).
En aggressiver Hund hatte sich in den Begleiter von John verbissen (Symbolbild).  © 123RF

Beim nächsten Mal könnten sie sich vielleicht auf seinen drei Jahre alten Enkel stürzen. Eine schreckliche Vorstellung.

Bobby kam zum Tierarzt, der ihn wegen der zahlreichen Bisswunden regelrecht wieder zusammenflicken musste. Er ist aber außer Lebensgefahr Mehr als 1200 Euro bezahlte er dafür. Da von der Besitzerin der Aggro-Hunde keine Beteiligung oder Schadensersatz zu erwarten ist, sie ist weitgehend mittellos.

60 Prozent der Kosten muss er selber tragen, berichtet Metro, den Rest übernimmt eine Versicherung. Kein Pappenstiel für den Rentner, der sein ganzes erspartes Geld der letzten Jahre in die lebensrettenden Operationen für seinen geliebten Hund investierte.

Und das nur, weil ein Hundebesitzer seine Tiere nicht unter Kontrolle hat: "Es sollte verboten werden, solche Hunde frei herum laufen zu lassen, sie müssten eine Maulkorb tragen. Die Besitzerin dieser beiden Hunde wäre nämlich auch kaum in der Lage gewesen, die kräftigen Tiere zu kontrollieren, hätte sie diese an der Leine geführt."

Titelfoto: 123RF