Online-Petition fordert Lügen-Detektor-Test für Eltern von verschwundener Maddie

Madeleines Eltern, Kate und Gerry McCann, sollen einen Lügen-Detektor-Test machen.
Madeleines Eltern, Kate und Gerry McCann, sollen einen Lügen-Detektor-Test machen.  © DPA

Leicestershire - Am 3. Mai jährt sich zum zehnten Mal der Tag, an dem sich das Leben von Kate (49) und Gerry McCann (48) dramatisch veränderte. 2007 verschwand ihre dreijährige Tochter Madeleine im gemeinsamen Urlaub in Portugal, seitdem fehlt von ihr jede Spur. Eine Petition ist jetzt im Internet aufgetaucht, die den Eltern vermutlich zusätzlichen Kummer bereiten wird.

Es sind bereits über 27.000 Menschen, die fordern, dass sich die Eltern einem Lügen-Detektor-Test unterziehen. Die unbekannten Organisatoren wollen laut Daily Mail sogar insgesamt 100.000 Unterschriften sammeln.

Eine Bekannte der Familie erklärte aber bereits, dass sich Kate und Gery keinem Test unterziehen werden, "weil es nichts gibt, worüber sie lügen könnten". Und sie findet: "Es ist schwachsinnig, ihnen etwas zu unterstellen."

Es ist nicht der erste harte Schlag der sich gegen das Paar richtet:

Seit zehn Jahren wird die kleine Madeleine vermisst.
Seit zehn Jahren wird die kleine Madeleine vermisst.

Erst im vergangenen Monat entschied das Oberste Gericht in Portugal, dass man nicht beweisen könne, dass die Eltern unschuldig am Verschwinden ihrer Tochter sind. Über ihre Anwälte ließen die McCanns mitteilen, dass sie die Richter beschuldigen, mit dem portugiesische Ex-Polizeichef Goncalo Amaral zusammenzuarbeiten. Man verstricke sich in unsinnige Widersprüche.

Goncalo Amaral hatte den Engländern in seinem Buch "Die Wahrheit der Lüge" sogar vorgeworfen, dass sie mit der vermeintlichen Entführung nur den eigentlichen Tod ihrer Tochter vertuschen wollen. Auch der Kriminalitätsexperte Moita Flores behauptet, dass Madeleine in einer Ferienwohnung in Praia da Luz starb.

Seitdem ihre Tochter vermisst wird, klammern sich Kate und Gerry McCann an jeden noch so kleinen Hoffnungsschimmer, dass Madeleine doch noch am Leben sein könnte. Heute wäre sie fast 14 Jahre alt. In November war die Aufregung groß, als ein obdachloses Mädchen in Rom für Madeleine gehalten wurde (TAG24 berichtete). Allerdings wurden die Eltern enttäuscht: Wenige Tage nach der Nachricht, meldete sich ihr Vater - die 21-Jährige war in Wirklichkeit eine schwedische Studentin, die sich für ein Leben auf den Straßen von Rom entschieden hatte.

Die Suche nach dem Mädchen hat in den letzten Jahren mehr als 12 Millionen Pfund gekostet. Ende März könnte sie allerdings vorerst enden: Die Hilf-Fonds für die Familie laufen aus.


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