Raumduft-Diffuser brennt Frau halbes Gesicht weg

Vorher (links) und nach dem Unfall (rechts): Emilys Gesicht wurde durch den Raumduft verbrannt.
Vorher (links) und nach dem Unfall (rechts): Emilys Gesicht wurde durch den Raumduft verbrannt.

London - "Ich hab großes Glück, dass ich überhaupt noch sehen kann", erklärt Emily S. Die 24-Jährige wurde durch einen Raumduft-Diffuser schmerzhaft im Gesicht verbrannt.

Die Londonerin wollte das Gerät am Abend ausschalten, als der Dampf plötzlich in ihre Richtung spritzte. Nichtsahnend ging Emily ins Bett. Am Morgen dann der Schock:

Nachdem sie aufgewacht war, entdeckte sie eine riesige Verbrennung, die sich quer über ihr Gesicht zog. Zudem konnte sie nicht mehr richtig sehen, alles war verschwommen.

"Natürlich wusste ich, dass der direkte Kontakt mit ätherischen Ölen gefährlich ist. Aber mir war nicht bewusst, dass auch das verdampfte, verdünnte Öl von meinem Diffusor zur Gefahr werden kann", erklärt Emily auf Facebook. Dort teilte sie schockierende Bilder von ihrer Verletzung.

Zehn Stunden nachdem sie mit ätherischen Ölen vollgespritzt wurde, brannte und eiterte es in ihrem Gesicht.
Zehn Stunden nachdem sie mit ätherischen Ölen vollgespritzt wurde, brannte und eiterte es in ihrem Gesicht.

Nachdem sie einen Arzt um Rat gefragt hatte, ging sie am Abend wieder zu Bett. Der Mediziner hatte sie beruhigt, es wäre nur eine schwache Verbrennung, die keine Behandlung erfordert. Doch schon wenige Stunden später zweifelte Emily an seinen Aussagen.

Um drei Uhr morgens schreckte die 24-Jährige auf. "Es fühlte sich an, als würden meine Augen und meine Haut in Flammen stehen". Ihre Augen waren außerdem blutunterlaufen und tränten. Nachdem sie Schmerzmittel genommen hatte, schlief sie aber wieder ein.

Am nächsten Morgen erwartete die Londonerin die nächste böse Überraschung: Sie erkannte sich im Spiegel nicht mehr! Ihr Gesicht war stark geschwollen und überall quoll Eiter aus der Haut.

Von der Notaufnahme aus, wurde sie direkt zu einer speziellen Verbrennungsabteilung überwiesen. Dort wurde schnell klar: Emily hatte eine chemische Verbrennung erlitten.

Die junge Frau ließ den Abend des Vorfalls noch einmal Revue passieren und konnte schließlich ahnen, wieso es zu dem schmerzhaften Unfall gekommen war. Denn kurze Zeit, nachdem sie den Öl-Spritzer aus ihrem Diffuser abgekommen hatte, hantierte Emily am Kamin. Als die ätherischen Öle auf ihrer Haut in die Nähe der Hitze gelangten, kam es zu einer chemischen Reaktion. Die Öle entzündeten sich förmlich auf ihrer Haut, was schließlich zu Emilys schlimmen Verletzung führten.

Nun will sie auch andere vor den Gefahren warnen, die so ein Gerät mit sich bringt. "Der elektrische Diffuser verspricht in der Umgebung von Kindern und Haustieren sicher zu sein", meint Emily. "Aus meiner Erfahrung würde ich sagen, dass das nicht unbedingt wahr ist." Sie befürchtet, dass die meisten Menschen sich keine Gedanken machen machen, wenn sie in der Nähe so eines Geräts mit dem Kamin, einer Kerze oder einer Zigarette hantieren.


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