Frau wird nicht ins McDonald's gelassen, weil sie ein Kopftuch trägt

Der Sicherheitsmann wollte sie nicht in die Filiale lassen.
Der Sicherheitsmann wollte sie nicht in die Filiale lassen.

London (England) - Kurz bevor eine 19-Jährige in London einen McDonald's betreten konnte, wurde sie von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes aufgehalten. Grund: Sie trug ein Kopftuch.

"Es tut mir leid, aber können sie mir bitte erklären, wieso," fragte die 19-Jährige aufgeregt.

Würde sie ihren Hijab nicht ablegen, würde sie auch nicht in das Fast-Food-Restaurant dürfen, meinte der Wachmann zu der jungen Frau. Es wäre ein Verstoß gegen die Sicherheitsbestimmungen.

Doch die Engländerin sah das ganz anders: "Ich trage das aus religiösen Gründen. Ich schäme mich nicht dafür und ich werde mich jetzt anstellen und das Essen bekommen, was ich möchte."

Auch ein Passant mischt sich ein, setzte sich für die 19-Jährige ein. Aber der Sicherheitsmann wimmelte ihn nur mit einem unfreundlichen "Es geht dich nichts an" ab.

Die junge Engländerin trug einen Hijab. (Symbolbild)
Die junge Engländerin trug einen Hijab. (Symbolbild)  © 123RF

Die Muslimin ließ sich allerdings nicht so schnell zurückweisen. Nebenbei filmte sie die Szenerie. "Ich möchte wissen, wer diese Regeln aufgestellt hat, denn sie sind lächerlich", erklärte sie ihm gegenüber wütend.

Als sie schließlich in die McDonald's-Filiale gelangte, merkte sie vor Kunden und Mitarbeitern an: "Ich lebe jetzt seit 19 Jahren in Großbritannien und das ist das erste mal, die ich mit dieser Art von Diskriminierung konfrontiert bin und ich bin schockiert." Auf die Frage, was sie denn jetzt bestellen möchte, hatte sie nur eine Antwort: "Ich möchte nichts mehr. Mir steht's bis zum Hals." In einem Interview stellt sie daraufhin klar: "Ich werde nie wieder einen McDonald's betreten."

Sie hätte schon häufiger Videos gesehen, wo Frauen mit Kopftuch schlecht behandelt werden, aber sie konnte diese Vorfälle nie richtig glauben. "Bis es mir schließlich selbst passiert ist."

Weiter erklärt sie: "Ein Freund, der dabei war, war schockiert und verängstigt und sagte, es wäre eine riskante Situation gewesen. Als es vorbei war, wurde mir klar, dass solche Situationen wirklich ausarten werden könnten. Das ist keine einmalige Sache."

Das Franchise-Unternehmen hat sich laut Daily Mail bereits zu dem Vorfall geäußert. Es gäbe keine Richtlinien, die jemanden, der einen Hijab oder irgendeine andere religiöse Kleidung trägt, einschränke. "Wir heißen Kunden aller Glaubensrichtungen willkommen und möchten uns beim Kunden entschuldigen, da diese Situation nicht stattgefunden haben sollte", sagt eine Sprecherin. "Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst und werden es mit den Betroffenen klären."


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