Jeden Tag Qualen: Die Organe dieser Frau verkleben wie Zement

Allein zwischen 2013 und 2016 musste die Frau acht Mal unter das Messer. Inzwischen hat sie 15 Operationen hinter sich. (Symbolbild)
Allein zwischen 2013 und 2016 musste die Frau acht Mal unter das Messer. Inzwischen hat sie 15 Operationen hinter sich. (Symbolbild)  © DPA

North York/England - Man mag es sich kaum vorstellen was die 32-jährige Danielle aus England Tag für Tag durchmachen muss.

Die Britin leidet an der sehr seltenen Krankheit Endometriose, die bei ihr zu äußerst aggressiven Organverwachsungen geführt hat. Ihre Organe "verkleben richtig wie Zement" berichtet die Zeitung Mirror. Und das ist nur eine der vielen schlimmen Folgen, die die Krankheit mit sich bringt.

Angefangen hatte alles 2013, als sie zum ersten Mal wegen Bauchschmerzen ins Krankenhaus ging. Damals ging sie von einer Blinddarmentzündung aus, diagnostiziert wurde allerdings eine chronische Unterleibsentzündung.

Die Behandlung dauerte zunächst nicht lange, doch die junge Frau musste wegen weiteren Schmerzen immer wieder in Behandlung gehen. Allein zwischen 2013 und 2016 wurde sie in North York acht Mal unter das Messer gelegt. Doch die Ärzte konnten nicht herausfinden, was die starken Schmerzen bei der Britin genau verursachte.

Wie der Mirror weiter berichtet, sagte ihr einer der Chirurgen sogar, dass sie sich die Symptome nur einbilden würde. "Aber ich wusste, dass etwas nicht stimmte", so Danielle in einem Interview. "Der Schmerz ging einfach nicht weg, also musste ich selbst handeln."

Danielle und ihr Mann Tom tanzen auf ihrer Hochzeit. Das Paar sieht vermeintlich sorgenfrei aus.
Danielle und ihr Mann Tom tanzen auf ihrer Hochzeit. Das Paar sieht vermeintlich sorgenfrei aus.

Schließlich suchte sie einen Spezialisten auf, der ihr mithilfe einer kostspieligen Bauchspiegelung schließlich die Endometriose diagnostizierte. Womöglich fühlte sich das auf einer Seite gut an, da sie endlich wusste, was die Schmerzen verursachte. Doch die Krankheit erwies sich als weit schrecklicher, als sie sich hätte jemals vorstellen können.

Denn: 2016 musste eine Hysterektomie vorgenommen werden, bei der die Gebärmutter entfernt wird. Somit wird sie wahrscheinlich nie in der Lage sein, Kinder zu bekommen.

"Mein Mann Tom und ich versuchen schon seit Jahren ein Kind zu bekommen, aber ich denke, die Unterleibsentzündung war der Anfang vom Ende."

Zudem musste ihr komplettes Leben umgekrempelt werden. Den Beruf als Pferdepflegerin kann sie nicht länger ausüben. Freunde und Bekannte trifft sie nicht mehr, weil sie nicht länger als eine halbe Stunde aus dem Haus gehen kann.

Auch auf Medikamente ist sie weiterhin angewiesen: "Wegen der ständigen Schmerzen leide ich unter Depressionen und muss Schmerzmittel nehmen, die sogar stärker als Morphium sind..."

Viel Hoffnung machen ihr die Ärzte für die Zukunft nicht. Irgendwann müssen die Spezialisten anfangen, ihr weitere Organe herauszunehmen, um irgendwie weiterleben zu können. Bis dahin will sie so viel Zeit wie möglich mit ihrem Mann Tom verbringen, der trotz allem weiter zu ihr steht.


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