Paar freut sich aufs erste Kind, doch dann müssen beide eine schmerzvolle Entscheidung treffen

England - Sie waren so glücklich. Die Briten Jade und Mark Dodson aus Wakefield in England waren kurz davor, Eltern zu werden. Doch bei einer Untersuchung machten die Ärzte eine schreckliche Diagnose. Das Paar musste sich entscheiden, ob sie ihr Mädchen bekommen wollen oder abtreiben.

Mark und Jade entschieden sich für einen Abbruch der Schwangerschaft.
Mark und Jade entschieden sich für einen Abbruch der Schwangerschaft.  © Screenshot/Facebook/Mark Dodson

Die beiden freuten sich so sehr auf ihr Kind, doch bei einer Untersuchung in der 20. Schwangerschaftswoche sagten die Ärzte dem Paar, ihr Kind würde mit einem Hirnfehler zur Welt kommen, was eine Lähmung zur Folge hätte. Zwar gäbe es mit der diagnostizierten Spina Bifida Überlebenschancen, ein normales Leben wäre aber wohl nie möglich.

Bei Spina Bifida handelt es sich um eine Neuralrohrfehlbildung. Bei dem Ungeborenen wurde dieser Defekt in seiner schlimmsten Form festgestellt.

Für ihr Baby hatte das Paar, das seit Oktober 2015 verheiratet ist, sogar schon einen Namen: Amalie. Zweieinhalb Jahre versuchten die beiden schwanger zu werden, als es dann im August 2018 endlich klappte, war die Freude riesig.

Schweren Herzens entschieden sich die 32-Jährige und ihr 31-jähriger Ehemann für eine Abtreibung. Im britischen "Mirror" erklärten sie jetzt, warum sie diesen Schritt gingen.

Ihren Wunsch vom Kinderkriegen geben sie trotz der schweren Zeit nicht auf.
Ihren Wunsch vom Kinderkriegen geben sie trotz der schweren Zeit nicht auf.  © Screenshot/Facebook/Mark Dodson

Die beiden wollten ihrem Baby kein Leben antun, was geprägt ist, von Schmerz, Traurigkeit, Krankenhausbesuchen, Angst und Trauer. "Wir wissen, wie schön das Leben sein kann, aber zu wissen, dass Amalies Leben befristet sein wird, war einfach nicht vorstellbar", erklärt die 32-Jährige. Weil Amalie nicht leiden soll, entschieden sich Jade und Mark für den Abbruch der Schwangerschaft.

Jade stellt klar: "Wir lieben sie so sehr und werden es immer tun."

Im Dezember letzten Jahres, zwei Tage vor Weihnachten, brachte Jade unter lokaler Betäubung ihr Kind zur Welt. Zuvor wurde der Herzschlag von Amalie gestoppt. Am 4. Januar fand dann die Beerdigung für die Kleine statt.

Aufgeben wollen die Briten ihren Traum vom ersten eigenen Kind aber nicht. "Es war eine quälende und schmerzhafte Erfahrung, aber es wird uns nicht aufhalten, in der Zukunft ein weiteres Baby zu planen", so Jade.

Das Paar will nun mit ihrem Schicksal auf Spina Bifida aufmerksam machen. Deshalb nehmen die beiden an der Yorkshire 3 Peak Challenge teil. Die Teilnehmer wandern dabei innerhalb von 12 Stunden auf drei Berge und sammeln damit Geld für Kinder und Babys.

Das Baby wäre mit einem Hirnfehler zur Welt gekommen.
Das Baby wäre mit einem Hirnfehler zur Welt gekommen.  © screenshot/Just Giving

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Mark Dodson


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