Enttäuschte Liebe wird zur Verletzungsgefahr: Rosenheim macht Schluss

Rosenheim – Vorhängeschlösser an Brücken sollen ewige Liebe symbolisieren – doch weil in Rosenheim enttäuschte Verlassene diese oft gewaltsam entfernen, lässt die Stadt nun 700 Schlösser im Mangfallpark abmontieren.

Liebesschlösser hängen an einer Brücken im Mangfallpark.
Liebesschlösser hängen an einer Brücken im Mangfallpark.  © Stadt Rosenheim/dpa

Das Rathaus begründetet die Maßnahme am Freitag in einer Mitteilung mit Sicherheitsmängel.

Die Stahlspanndrähte der Brückengeländer können mit Bolzenschneidern und Drahtscheren leicht zerschnitten werden. Dadurch entstehen scharfkantige Drahtenden, die laut Stadt eine Verletzungsgefahr für Kinder und Tiere darstellen.

Künftig dürfen keine Schlösser mehr angebracht werden. Doch ganz herzlos will sich die Stadt nicht zeigen: Derzeit wird nach einem anderen Ort gesucht, an dem die Liebessymbole angebracht werden können - bestenfalls für immer.

Auch andere Kommunen haben das Anbringen der Vorhängeschlösser an Brücken verboten. Häufig genannte Gründe sind das Gewicht, das die Statik beeinträchtigt, und die Rostbildung.

Denn auch wenn die Liebe nicht rosten sollte - die Metallschlösser tun dies nach einigen Jahren garantiert, was das Verrosten stählerner Brückenteile beschleunigt.

Weil in Rosenheimenttäuschte Verlassene diese oft gewaltsam entfernen, trennt sich die Stadt nun von rund 700 Liebesschlössern.
Weil in Rosenheimenttäuschte Verlassene diese oft gewaltsam entfernen, trennt sich die Stadt nun von rund 700 Liebesschlössern.  © Stadt Rosenheim

Titelfoto: Stadt Rosenheim/dpa


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