Er berichtete über Menschenrechte: Jetzt darf er nicht mehr einreisen

Osnabrück/Peking - Die Volksrepublik China stand schon oft wegen Menschenrechten in der Kritik. Weil sich ein Osnabrücker Student mit Menschenrechtsanwälten traf, wurde er nun des Landes verwiesen.

David Missal wurde in China des Landes verwiesen.
David Missal wurde in China des Landes verwiesen.  © DPA

Für seine Hausarbeit traf David Missal sich in China mit verschiedenen Menschenrechtsanwälten. Er führte Interviews und berichtete auch mit einem Video von seinen Erlebnissen vor Ort. Genau das scheint den chinesischen Behörden nicht sonderlich zu gefallen.

Als er für eine erneute Recherche sein Visum verlängern wollte, wurde dieses schlichtweg abgelehnt. Die Behörden in der Volksrepublik nahmen ihn sogar fest und forderten ihn auf innerhalb von 10 Tagen das Land zu verlassen.

Ihre Entscheidung begründeten sie damit, dass seine Aktivitäten nicht von seinem Studentenvisum gedeckt waren. Auf Nachfrage, was damit gemeint sei, sollen die Beamten nur geantwortet haben: "Das weißt du schon selbst."

In China gibt es für ausländische Journalisten viele Vorgaben: Nur wer über ein Journalisten-Visum und Arbeitserlaubnis verfügt, darf berichten.

Titelfoto: DPA


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