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Sachse erfand das DDR-Handy!

Bischofswerda - Hätten Sie´s gedacht? Ein Sachse hat vor genau 35 Jahren das erste Funktelefon der DDR entwickelt! Und dahinter steckt eine ganz spannende Geschichte.
Handy-Pionier Gottfried Schuppang (88) mit seinem 35 Jahre alten „Baby“ - dem DDR-Handy U700, Tarnname „Blaumeise 3“.
Handy-Pionier Gottfried Schuppang (88) mit seinem 35 Jahre alten „Baby“ - dem DDR-Handy U700, Tarnname „Blaumeise 3“.

Von Uwe Blümel

Bischofswerda - Es war lange geheim: Ein Sachse hat vor genau 35 Jahren das erste Funktelefon der DDR entwickelt!

Während das Meisterstück von Diplom-Ingenieur Gottfried Schuppang (88) aus Großröhrsdorf (bei Bischofswerda) im Ausland gefeiert und zum Exportschlager wurde, durfte es in der DDR nicht zum Einsatz kommen.

Schuppang studierte in Mittweida und Dresden, wollte danach im VEB Sachsenwerk Radeberg anfangen: „Doch die wollten mich nicht, weil ich nicht in der FDJ war.“

So ging er 1951 als Diplom-Ingenieur zum Funkwerk Berlin-Köpenick. Dort flatterte ihm 1979 das Pestigeprojekt seines Lebens auf den Tisch.

„Der DDR-Vize- Fachminister für Elektrotechnik und Elektronik brachte nach einem Staatsbesuch in Mexiko den Auftrag mit, das halbe Land mit einem Funktelefonnetz auszurüsten. Ich wurde als leitender Entwicklungsingenieur benannt“, erzählt Schuppang.

In Mexiko gab es damals 92.000 abgelegene Ortschaften mit weniger als 200 Einwohnern, in denen es kein Telefon gab. Die sollten Schuppang und ein 100-köpfiges Kollektiv mit Funktelefonen ausrüsten: „Denn Überland-Telefondrähte waren immer wieder von Farmern für den Bau von Weidezäunen geklaut worden.“

Das Vorhaben stand unter enormem Zeitdruck. „Wir hatten nur anderthalb Jahre Zeit“, erinnert sich Schuppang.

Ein Auftrag aus Mexiko brachte 400 Mio. US-Dollar Devisen

Mit dem Handy zu telefonieren, war in der DDR verboten - die Stasi hätte keine Kontrolle mehr gehabt.
Mit dem Handy zu telefonieren, war in der DDR verboten - die Stasi hätte keine Kontrolle mehr gehabt.

Pünktlich zum geplanten Staatsbesuch von Erich Honecker im September 1981 sollten die Handys funken.

Außerdem war das Projekt höchst lukrativ für die DDR. Schuppang handelte ein Auftragsvolumen von knapp 400 Millionen US-Dollar aus - wichtige Devisen für die DDR.

Zum Vergleich: Die Herstellung eines DDR-Mobilgerätes kostete unter 500 DDR-Mark. Die Aussicht auf harte Dollars öffnete Tür und Tor: „Ich durfte mit den besten Bauteilen aus dem Westen und den fähigsten Ingenieuren arbeiten - sogar mit Kollegen mit Westverwandschaft.“

Doch als ein Prototyp einsatzbereit war, erhielt der Sachse lange keine Funklizenz zum Testen. Die Handys störten die Stasi-Funknetze!

„Ich musste mich beim Telefonieren zudem immer konspirativ mit ‚Blaumeise 3‘ melden. Als ich mit diesem Funkcode Freunde in Dresden anrief, legten sie gleich wieder auf. Sie glaubten, da wolle sie jemand verschaukeln“, erinnert sich der Ingenieur.

Drei Monate vor dem Honi-Besuch ging Schuppang mit sieben Kollegen auf Dienstreise nach Acapulco, um das Handy-System vor Ort aufzubauen.

„Einmal kam der Gouverneur vom Bundesstaat Oaxaca, wünschte sich ein Handy für sein Auto und seine Datsche in den Bergen. Dafür erhielten wir auch für seine Provinz den Zuschlag für den Aufbau eines Funknetzes.“

Manchmal musste Schuppang in Mexiko aber auch Anstandswauwau spielen: „Ich sollte meine Mitarbeiter vom Rotlichtmilieu fernhalten. Wir repräsentierten schließlich die DDR.“

Am Ende wurden ostdeutsche Handys in den Bundesstaaten Oaxaca, VeracruzundGuerreroinBetrieb genommen, um medizinische Notfälle oder Schäden durch Erdbeben melden zu können.

WeitereDDR- Mobilfunknetze (Insiderbezeichnung: „Indianertelefone“) wurden später auch im Jemen, auf Madagaskar und in Algerien aufgebaut. Nur in der DDR selbst ging das DDR-Handy nie in Betrieb.

Schuppang: „Man hätte damit schließlich ganz einfach in den Westen telefonieren können. Die Stasi wäre der Überwachung nicht mehr Herr geworden...“

Das DDR-Handy funkte als "Blaumeise 3"

Der Prototyp des Handys befindet sich heute im Radiotechnik-Museum Luckenwalde von Helma (60) und Bernd Schmidt (65).
Der Prototyp des Handys befindet sich heute im Radiotechnik-Museum Luckenwalde von Helma (60) und Bernd Schmidt (65).

Das Handy aus DDR-Produktion hieß U700, funkte ab 1979 als „Blaumeise 3“ auf einer speziellen UKW-Frequenz.

Es war wasser- und wetterresistent für den Einsatz gleichsam in besonders heißen und kalten Regionen konzipiert. Schuppang: „Die Geräte wogen zehn Kilogramm.“

Über eine damals übliche Wählscheibe wählte man sich auch mit dem U700 ins Fernmeldenetz ein. Während heutige Smartphones mit maximal 2 Watt senden, verfügte das DDRHandy über eine Megaleistung von 10 Watt.

Damit konnte es mühelos bis zu 50 Kilometer weit senden!

„Die Basisstationen lagen meist auf Bergen, von wo aus die Gespräche ins nationale Fernmeldenetzeingespeistwurden“, erklärt Schuppa

Schuppang brachte auch Farbe ins DDR-TV

Köpenick funkt(ioniert) perfekt: Erich Honecker und Präsident Jose Lopez Portillo telefonieren am 12. September 1981 mit einem entlegenen Dorf in Mexiko.
Köpenick funkt(ioniert) perfekt: Erich Honecker und Präsident Jose Lopez Portillo telefonieren am 12. September 1981 mit einem entlegenen Dorf in Mexiko.

Das DDR-Handy war nicht die einzige Entwicklung des Sachsen.

Dank Gottfried Schuppang konnte ab 3. Oktober 1969 das 2. Programm des Deutschen Fernsehfunks (DFF) auf Sendung gehen - erstmals sogar in Farbe!

„Ich habe Sender und Antennen dafür entwickelt. Eine davon wurde auch auf dem Dresdner Fernsehturm montiert“, sagt der Ingenieur.

Zuvor war Schuppang für den Aufbau des 153 Meter hohen Radiosenders in Wilsdruff verantwortlich. Nach der Wende arbeitete er bis zu seinem 68. Lebensjahr in der Entwicklungsabteilung von BOSCH im Funkwerk Dabendorf.

Dort baute er Funk- und Sicherheitstechnik für Behörden sowie Funkgeräte für das Militär in der Schweiz und Australien.

Fotos: Fabian Brennecke

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