+++ WM-Liveticker: KROOSartig! Deutschland gewinnt in der letzten Sekunde! +++ Top Update Immer weniger Fans fiebern gemeinsam beim "Public Viewing" mit Neu Reisebus streift mehrere Autos: Trio verhindert Katastrophe 3.700 Alles schwarz! Stromausfall bei Helene Fischer in Leipzig 39.629 Update Wenn Dir diese Zeichen etwas sagen, sollten wir reden! 37.332 Anzeige
690

Sachse erfand das DDR-Handy!

Bischofswerda - Hätten Sie´s gedacht? Ein Sachse hat vor genau 35 Jahren das erste Funktelefon der DDR entwickelt! Und dahinter steckt eine ganz spannende Geschichte.
Handy-Pionier Gottfried Schuppang (88) mit seinem 35 Jahre alten „Baby“ - dem DDR-Handy U700, Tarnname „Blaumeise 3“.
Handy-Pionier Gottfried Schuppang (88) mit seinem 35 Jahre alten „Baby“ - dem DDR-Handy U700, Tarnname „Blaumeise 3“.

Von Uwe Blümel

Bischofswerda - Es war lange geheim: Ein Sachse hat vor genau 35 Jahren das erste Funktelefon der DDR entwickelt!

Während das Meisterstück von Diplom-Ingenieur Gottfried Schuppang (88) aus Großröhrsdorf (bei Bischofswerda) im Ausland gefeiert und zum Exportschlager wurde, durfte es in der DDR nicht zum Einsatz kommen.

Schuppang studierte in Mittweida und Dresden, wollte danach im VEB Sachsenwerk Radeberg anfangen: „Doch die wollten mich nicht, weil ich nicht in der FDJ war.“

So ging er 1951 als Diplom-Ingenieur zum Funkwerk Berlin-Köpenick. Dort flatterte ihm 1979 das Pestigeprojekt seines Lebens auf den Tisch.

„Der DDR-Vize- Fachminister für Elektrotechnik und Elektronik brachte nach einem Staatsbesuch in Mexiko den Auftrag mit, das halbe Land mit einem Funktelefonnetz auszurüsten. Ich wurde als leitender Entwicklungsingenieur benannt“, erzählt Schuppang.

In Mexiko gab es damals 92.000 abgelegene Ortschaften mit weniger als 200 Einwohnern, in denen es kein Telefon gab. Die sollten Schuppang und ein 100-köpfiges Kollektiv mit Funktelefonen ausrüsten: „Denn Überland-Telefondrähte waren immer wieder von Farmern für den Bau von Weidezäunen geklaut worden.“

Das Vorhaben stand unter enormem Zeitdruck. „Wir hatten nur anderthalb Jahre Zeit“, erinnert sich Schuppang.

Ein Auftrag aus Mexiko brachte 400 Mio. US-Dollar Devisen

Mit dem Handy zu telefonieren, war in der DDR verboten - die Stasi hätte keine Kontrolle mehr gehabt.
Mit dem Handy zu telefonieren, war in der DDR verboten - die Stasi hätte keine Kontrolle mehr gehabt.

Pünktlich zum geplanten Staatsbesuch von Erich Honecker im September 1981 sollten die Handys funken.

Außerdem war das Projekt höchst lukrativ für die DDR. Schuppang handelte ein Auftragsvolumen von knapp 400 Millionen US-Dollar aus - wichtige Devisen für die DDR.

Zum Vergleich: Die Herstellung eines DDR-Mobilgerätes kostete unter 500 DDR-Mark. Die Aussicht auf harte Dollars öffnete Tür und Tor: „Ich durfte mit den besten Bauteilen aus dem Westen und den fähigsten Ingenieuren arbeiten - sogar mit Kollegen mit Westverwandschaft.“

Doch als ein Prototyp einsatzbereit war, erhielt der Sachse lange keine Funklizenz zum Testen. Die Handys störten die Stasi-Funknetze!

„Ich musste mich beim Telefonieren zudem immer konspirativ mit ‚Blaumeise 3‘ melden. Als ich mit diesem Funkcode Freunde in Dresden anrief, legten sie gleich wieder auf. Sie glaubten, da wolle sie jemand verschaukeln“, erinnert sich der Ingenieur.

Drei Monate vor dem Honi-Besuch ging Schuppang mit sieben Kollegen auf Dienstreise nach Acapulco, um das Handy-System vor Ort aufzubauen.

„Einmal kam der Gouverneur vom Bundesstaat Oaxaca, wünschte sich ein Handy für sein Auto und seine Datsche in den Bergen. Dafür erhielten wir auch für seine Provinz den Zuschlag für den Aufbau eines Funknetzes.“

Manchmal musste Schuppang in Mexiko aber auch Anstandswauwau spielen: „Ich sollte meine Mitarbeiter vom Rotlichtmilieu fernhalten. Wir repräsentierten schließlich die DDR.“

Am Ende wurden ostdeutsche Handys in den Bundesstaaten Oaxaca, VeracruzundGuerreroinBetrieb genommen, um medizinische Notfälle oder Schäden durch Erdbeben melden zu können.

WeitereDDR- Mobilfunknetze (Insiderbezeichnung: „Indianertelefone“) wurden später auch im Jemen, auf Madagaskar und in Algerien aufgebaut. Nur in der DDR selbst ging das DDR-Handy nie in Betrieb.

Schuppang: „Man hätte damit schließlich ganz einfach in den Westen telefonieren können. Die Stasi wäre der Überwachung nicht mehr Herr geworden...“

Das DDR-Handy funkte als "Blaumeise 3"

Der Prototyp des Handys befindet sich heute im Radiotechnik-Museum Luckenwalde von Helma (60) und Bernd Schmidt (65).
Der Prototyp des Handys befindet sich heute im Radiotechnik-Museum Luckenwalde von Helma (60) und Bernd Schmidt (65).

Das Handy aus DDR-Produktion hieß U700, funkte ab 1979 als „Blaumeise 3“ auf einer speziellen UKW-Frequenz.

Es war wasser- und wetterresistent für den Einsatz gleichsam in besonders heißen und kalten Regionen konzipiert. Schuppang: „Die Geräte wogen zehn Kilogramm.“

Über eine damals übliche Wählscheibe wählte man sich auch mit dem U700 ins Fernmeldenetz ein. Während heutige Smartphones mit maximal 2 Watt senden, verfügte das DDRHandy über eine Megaleistung von 10 Watt.

Damit konnte es mühelos bis zu 50 Kilometer weit senden!

„Die Basisstationen lagen meist auf Bergen, von wo aus die Gespräche ins nationale Fernmeldenetzeingespeistwurden“, erklärt Schuppa

Schuppang brachte auch Farbe ins DDR-TV

Köpenick funkt(ioniert) perfekt: Erich Honecker und Präsident Jose Lopez Portillo telefonieren am 12. September 1981 mit einem entlegenen Dorf in Mexiko.
Köpenick funkt(ioniert) perfekt: Erich Honecker und Präsident Jose Lopez Portillo telefonieren am 12. September 1981 mit einem entlegenen Dorf in Mexiko.

Das DDR-Handy war nicht die einzige Entwicklung des Sachsen.

Dank Gottfried Schuppang konnte ab 3. Oktober 1969 das 2. Programm des Deutschen Fernsehfunks (DFF) auf Sendung gehen - erstmals sogar in Farbe!

„Ich habe Sender und Antennen dafür entwickelt. Eine davon wurde auch auf dem Dresdner Fernsehturm montiert“, sagt der Ingenieur.

Zuvor war Schuppang für den Aufbau des 153 Meter hohen Radiosenders in Wilsdruff verantwortlich. Nach der Wende arbeitete er bis zu seinem 68. Lebensjahr in der Entwicklungsabteilung von BOSCH im Funkwerk Dabendorf.

Dort baute er Funk- und Sicherheitstechnik für Behörden sowie Funkgeräte für das Militär in der Schweiz und Australien.

Fotos: Fabian Brennecke

Irrer Ausraster! Serben-Coach vergleicht Schiri Dr. Felix Brych mit Kriegsverbrechern 3.418 Junger Student rettet Kind und Erwachsenen vor dem sicheren Tod 4.344 Grandioses Tor: Oliver Pocher schießt Schweden ab 1.190 Horror-Crash zwischen Ferrari und BMW: Sechs Verletzte - 2 Hubschrauber im Einsatz 743 Für jedes Deutschland-Tor gibt's bei REWE was geschenkt! 21.028 Anzeige Unten ohne? So sexy feuert Sophia Thomalla unsere Nationalelf an! 12.173 Traurige Schicksale! "Ich will leben, ich habe noch so viel vor", aber... 5.467
Motorradfahrer prallt gegen Leitplanke und stirbt 13.792 Motorrad kracht in Mähwerk von Traktor: Fahrer schwer verletzt 1.117 Stau-Frust, statt Urlaubs-Lust! Autobahnen vollkommen dicht 7.479
Polizeieinsatz: Hat Daniele Negroni seine Freundin geschlagen? 5.991 Kampf gegen Feinstaub: Stuttgart sperrt Fahrspur! 478 Mega-Eklat bei Schweizer Torjubel nach Sieg gegen Serbien! 4.467 Seltener Schnappschuss: Bushido mit der wohl niedlichsten Gang unterwegs 9.170 Conrad Electronic Frankfurt: Drohne kaufen und 10 Prozent Rabatt sichern! 1.665 Anzeige Tausende Biker bei "Hamburger Harley Days" 221 Rettungseinsatz auf Grillplatz: Jugendliche trinken, bis der Arzt kommt 278 Merkel außer Rand und Band: So haben wir die Kanzlerin noch nie gesehen 23.368 Zusammenstoß vor Autotunnel: Zwei Menschen sterben 5.137 viele fahren in den Urlaub und vergessen das Wichtigste 11.545 Anzeige Straßenhunde wegen Fußball-WM "abgeschlachtet" 3.765 Sie haben es geschafft: Stadt stellt mit Vogelhäusern Weltrekord auf 542 Traktor gerät in Gegenverkehr, dann kommt ein Sattelzug 379 DNA-Test löst Rätsel: Experten sahen in diesem Wesen weder Hund noch Wolf 74.862 Verboten sexy: Deshalb tragen Polizistinnen in diesem Land Hotpants 12.174 Vorsicht! Exotische Schneckenart in Deutschland aufgetaucht: Sie ist nicht harmlos 6.564 SPD-Chefin Nahles warnt: "Seehofer ist eine Gefahr für Europa" 2.258 Gas und Bremse verwechselt: Benz-Fahrer kracht in Grundstück 3.450 Halberg-Guss-Mitarbeiter lassen sich von Warnung nicht einschüchtern 560 Deutsche Sängerin in der Türkei festgenommen 6.371 "Tolerantes Brandenburg"? Nach Gewaltserie will Bundespräsident helfen 404 Ab sofort: Daimler stoppt Auslieferung von Diesel-Modellen! 1.944 Paar geht durch die Hölle: Drei Kinder sterben innerhalb von drei Monaten 25.390 Schlagzeuger von Metal-Bands Pantera und Hellyeah gestorben 2.250 Nach Festnahme in der Türkei: Deutsche Geschäftsfrau wieder frei 701 Heftiger Crash auf A3: Auto rast in Sattelzug und wird mitgeschleift 255 Bei WM: Deshalb hat Rebic kein Interesse an Trikot von Messi 2.087 Ohne Worte: Denkmal für Waffen-SS-Legionär wurde enthüllt 7.541 Model mit Dehnungstreifen? Stefanie Giesinger wird für dieses Foto gefeiert 3.881 Polizei greift durch: Mehrere Festnahmen auf dem "Hurricane"-Festival 13.517 Star-Koch Tim Mälzer meldet sich zum ersten Mal nach Unfall beim Show-Dreh 6.523 27 Kinder müssen aus Zeltlager gerettet werden 8.504 Linken-Chef vermutet Putsch von rechts: "Das eigentliche Ziel ist, Merkel zu stürzen" 2.795 Mann brutal erstochen: Mörder läuft noch frei herum 5.894 Neuer SPD-Chef in NRW greift CSU scharf an 174 Update 19-Jährige joggt an Küste entlang, plötzlich wird sie festgenommen 3.303 Sie wollte nur helfen! Notärztin wird bei Einsatz attackiert und verliert mehrere Zähne 13.926 Lotto-Hammer: Zwei Spieler sahnen über 4 Millionen ab! 2.258 Nippel-Drama hat tiefe Spuren hinterlassen: Patricia Blanco durchlebt noch immer Qualen 7.033 Vorsicht! Dieses Popcorn kann zu Sehstörungen führen 1.365